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Born to Fight - Dynamite Warrior (2006)
Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 24.01.2009, seitdem 396 Mal gelesen
Seit dem Erfolg von „Ong-Bak“ steigert sich die Anzahl der thailändischen Klopperfilme, teilweise mit obskuren Ergebnissen der Marke „Dynamite Warrior“.
Der titelgebende Krieger ist auch bekannt unter dem Namen Jone Bang Fai (Dan Chupong) und überfällt Karawanen auf der Suche nach dem Mörder seiner Eltern. Derweil will ein fieser Feudalwicht den Verkauf von Traktoren ankurbeln, des eigenen Gewinnes wegen – doch die Bauern setzen lieber auf bewährte Wasserbüffel, zumal die Maschinen sehr teuer sind. Also lässt auch der Herr die Karawanen von Schergen überfallen. Dabei mischt man wild die Historie; Traktoren, Büffel und Sprengstoffe spielen gemeinschaftlich eine Rolle.
Der magisch begabte Büffelbaron Nai Hoi Singh (Samart Payakarun) ist den Herrschern allerdings ein Dorn im Auge, da er die Angriffe abwehren kann. Kampfsportass Jone hält ihn aber für den Mörder, weshalb die Übelwichte den Dynamitkrieger für ihre Zwecke einspannen, in Verbindung mit dämonischer Magie...
Überraschungen hat das folgende Gewemmse dann weniger zu bieten, denn angesichts der ehrenhaften Präsentation Singhs ahnt der Zuschauer bereits, dass er nicht der wahre Mörder ist – den erkennt man auch schnell an seinem Verhalten. Auch die Liebesgeschichte zwischen Jone und der Tochter des Dämonen-Magiers verläuft streng nach Klischee-Schema F, zumal sie sowieso nur wie Füllmaterial darstellt, während die Robin Hoods einander zerfleischen, ehe sie dann natürlich gemeinsam gegen den Feind angehen.
Inhaltlich also altbekannte Kost, wenn auch von der Aufmachung her alles andere als gewöhnlich. Damit ist weniger die Regie gemeint, die einfach brav nach Standardmethode alles abfilmt, sondern eher die kleinen Seiteneinfälle des Drehbuchs, die zwischen schräg und idiotisch schwanken. Ein auf Raketen reitender Rächer, der zudem Sprengsätze schleudert, auf magischen Zuruf nach animalischer Methode kämpfende Recken – solche Beigaben sind trotz ihrer Abstrusität ganz nette Beigaben. Nervig hingegen sind Schießbudenfiguren wie der dauerhungrige Kampfberserker, der teilweise sogar kannibalistische Anwandlungen zeigt, oder der tuntige Herrscher mit dem Traktorfaible.
Wer jetzt bei dem Aufhänger auf Kloppe galore hofft, der guckt in der Mitte des Films eher in die Röhre, da man sich erst mal ausgiebig der Liebesgeschichte und den durchschaubaren Hintergründen widmet. Davor und danach wird emsig gekloppt, wenngleich die Anfangsphase noch eine leichte Einfallslosigkeit in der Choreographie aufweist, da der Hauptdarsteller dort fast alle Fiesling mit dem gleichen Knietritt umkloppt. Zum Glück steigert sich der Film im weiteren Verlauf, akrobatisch geht es mal wieder zu und die Einbringung von Raketen und Wurfgeschossen sorgt für Abwechslung im Kampfgetümmel.
Darstellerisch ist hier freilich weniger los, da man die meisten Akteure doch eher nach Kampffertigkeiten gecastet hat, gerade Dan Chupong fehlt es irgendwie an Charisma, sodass man ihn schnell wieder vergisst, ebenso die meisten Nebendarsteller. Nur Samart Payakarun als edler Karawanenführer hinterlässt noch einen bleibenden Eindruck.
Abseits seiner reichlichen obskuren Einfälle zum Thema Technik ist „Dynamite Warrior“ weniger originell, da die Geschichte ebenso platt wie vorhersehbar daherkommt. Immerhin gibt es reichlich auf die Moppe, nach anfänglichen Schwächen steigert sich die Abteilung Choreographie, doch zum wirklichen Herausragen aus der Prügelfilmmasse reicht das nicht.
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