Eine Kritik von deadlyfriend (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 06.07.2008, seitdem 997 Mal gelesen
"Dead girl" ist ein Episodenfilm der nicht ganz einfachen Art. Hat man sich doch inzwischen innerhalb des Genres an finale Storytwists gewöhnt, die einen in Staunen versetzen. Dieser Film ist dagegen sehr gradlinig was die Erzählstruktur betrifft.
Im Mittelpunkt steht der Fund einer Leiche. In allen 5 Episoden ist das tote Mädchen der Ausgangspunkt für völlig unterschiedliche Geschichten und Charaktere. Durch das gewaltsame Ableben der jungen Frau, verändert sich das Leben der Beteiligten und auch derer die eher zufällig damit zu tun haben. Zumindest ist dadurch der Startschuß für etwas Neues gegeben. Was die Protagonisten daraus machen, bleibt allerdings der Fantasie des Zuschauers überlassen. Was alle 5 Episoden stark verbindet ist die Melancholie. Alle Charaktere sind eher vom Leben gezeichnet als verwöhnt, wodurch die Bezeichnung "Drama" wesentlich besser passt als "Thriller". Der Film ist äußerst ruhig inszeniert und bietet ein hohes Maß an Schauspielkunst. Jede Menge Stars aus der Welt hinter den Blockbustern haben sich hier versammelt und liefern eine große Darbietung ab. Diese müssen den Film auch tragen, da hier keinerlei FX Feuerwerke oder Actionszenen zu begutachten sind. Die Dialoge und die Atmosphäre stehen hier im Mittelpunkt. Wer sich also mal ein wenig zurückziehen möchte um einen Film der nachdenklicheren Art zu genießen, ist hier in jedem Fall bestens bedient.
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