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Batmans Rückkehr (1992)

Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 30.09.2006, seitdem 951 Mal gelesen


Nachdem sich der erste Teil auf den Joker als einzigen Gegner Batmans konzentriert hatte, führte „Batmans Rückkehr“ das Konzept ein mehrere Superschurken auf den Titelhelden loszulassen.
Es ist Weihnachten in Gotham City, doch die Zirkusbande geht um: Randalierende Harlekins, Messerwerfer und was das Zelt noch so hergibt. Das gibt Tim Burton nun die Möglichkeit seine Fantasien mit mehr Knete als beim ersten Teil auszuleben und so kommt „Batmans Rückkehr“ mit Unmengen von illustren Kostümen und bizarrer Ausstattung daher, wodurch der Film zwar etwas weniger düster als der erste Teil ist, aber noch faszinierendere Bilder bietet. Gerade das Design der Zirkusbande ist echt umwerfend.
Doch nicht nur so oberflächlich brodelt es: Der Industrielle Max Shreck (Christopher Walken) will ein Kraftwerk bauen, das Energie entzieht, um sie später zu verkaufen. Als seine Sekretärin Selina Kyle (Michelle Pfeiffer) davon Wind bekommt, wirft er sie aus dem Fenster, doch sie überlebt und geht nachts als Catwoman auf die Straße, um Rache zu üben. Dazu taucht noch der seltsame Pinguin (Danny DeVito) auf, der als missgebildetes Kind ausgesetzt wurde und nun aus der Kanalisation in die menschliche Gesellschaft zurückkehren will. Damit ergibt sich gleich ein Mehrfrontenkrieg für den Helden, denn Allianzen sind bald an der Tagesordnung.

Doch Bruce Wayne (Michael Keaton) alias Batman macht sich zum Kampf gegen die Schurken auf, vor allem als der Pinguin für das Amt des Bürgermeister kandidiert. Denn Batman ahnt, dass dieser nicht ganz der bemitleidenswerte Verstoßene ist, der er vorgibt zu sein...
Optisch haut auch „Batmans Rückkehr“ wieder rein, denn das bereits erwähnte Design ist nicht nur bei den Fieslingen, sondern auch bei den Kulissen und der sonstigen Ausstattung eine echte Wucht. Der Plot versucht sogar noch eine Schippe nachzulegen und bietet durch die verschiedenen Allianzen sogar noch ein paar Twists mehr als „Batman“. Leider gerät gerade die Titelfigur hier arg ins Hintertreffen, allenfalls die romantischen Anbandlungen zwischen Bruce und Selina lassen den Menschen hinter Maske erkennen, doch darüber hinaus ist Batman hier eine leicht flache Heldenfigur.
Dadurch wirkt „Batmans Rückkehr“ bisweilen etwas zu seelenlos, denn das laute Treiben kann den gelegentlichen Mangel an neuen Ideen nur schwer verdecken. Fast identisch die Szenen, in denen Batman zum finalen Kampf gegen den Oberschurken fährt, doch immerhin auf ähnlichem Niveau wie der erste Teil. Stellenweise schlägt auch der Burtonsche Humor durch, gerade bei den Konversationen von Max und dem Pinguin macht sich „Batmans Rückkehr“ immer wieder über die High Society lustig.

Im Bereich Action legt „Batmans Rückkehr“ gegenüber dem Vorgänger sogar noch ein kleines Stück zu, da Batman sich hier noch häufiger mit seinen Opponenten fetzt. Die Konfrontationen haben nette Ideen (das programmierbare Batarang oder das Abfackeln des Feuerspuckers), sind recht schnittig gemacht, wenngleich die Choreographie stellenweise etwas besser sein könnte. Batmans Fights sind nett, auch wenn er etwas unbeweglich ist, während man Catwomans Szenen leider viel zu häufig merkt, dass Pfeiffer kaum ausreichendes Kampftraining hatte. Ihre Kicks sehen ungelenk aus, machen die Moves mal was her, dann wird sie gedoubelt.
Dafür kann „Batmans Rückkehr“ erneut mit einer wirklich guten Besetzung aufwarten. Michael Keaton ist in der Heldenrolle erneut gut, Michelle Pfeiffer macht schauspielerisch das, was sie kämpferisch nicht draufhat, wieder wett und Danny DeVito ist sowieso ein wirklich guter Komödiant. Christopher Walken als Schurken mit telling name gerät da teilweise leicht ins Abseits kann, sich aber innerhalb des bunten Treibens trotz seines eher zurückhaltenden Spiels aber trotzdem behaupten.

Letzten Endes ist „Batmans Rückkehr“ trotz bombastischer Ausstattung und Detailverbesserungen geringfügig schwächer als der erste Teil, da er etwas weniger Drive hat. Bruce Wayne bleibt auch hier als Held etwas zu eindimensional, eine flotte Comicadaption ohne finessenreichen Plot, aber dafür mit vielen Schauwerten ist Tim Burton hier dennoch geglückt.


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