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Batmans Rückkehr (1992)
Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 04.08.2008, seitdem 275 Mal gelesen
Der Industriemagnat Max Shreck (Christopher Walken) will durch sein neu gebautes Kraftwerk, alle Energien von Gotham City entziehen. Da kommt ihm der enstellte, im Untergrund lebende Oswald Cobblepot (Danny DeVito) gerade recht. Max will mit Oswald und dessen Bande den Bürgermeister stürzen und die Stadt übernehmen. Nur Bruce Wayne (Michael Keaton) alias Batman stellt sich den Beiden in den Weg. Obendrein bekommt er es noch mit einem dritten Gegner zu tun. Max stürzte seine Sekretärin Selina Kyle (Michelle Pfeiffer) in den Tod, doch sie überlebte den Sturz und will sich als Catwoman an Max rächen. Dabei ist ihr auch Batman ein Dorn im Auge. Zwischen den vier Parteien kommt es bald zum Kampf, wobei Jeder seinen eigenen Plan verfolgt. Batman muss die Zerstörung Gothams verhindern.
"Batmans Rückkehr" war nicht nur für zwei Oscars nominiert, sondern spielte weltweit über 400 Millionen Dollar ein. Ein Rekordergebnis, mit dem man den etwas besseren Vorgänger locker toppte. Eigentlich war wieder die selbe Crew am Start. Unverzichtbar Regisseur Tim Burton (Batman, Sleepy Hollow), der den beiden Batman-Teilen einen ganz besonderen Stil aufdrückte. Mit "Beetlejuice" und "Edward mit den Scherenhänden" hatte er schon eine große Fangemeinschaft, hiermit ebnete er sich dann entgültig den Weg zu großen Filmen wie "Mars Attacks" oder "Planet der Affen". Leider bekam dann Joel Schumacher die Batman-Reihe in die Finger und verhunzte sie zu einem klamaukigen und kindgerechten Einheitsbrei. Hier war die Welt für die Fledermaus noch in Ordnung und ich denke Christopher Nolan hat dieses Erbe mit "Batman Begins" bestmöglich eingeheimst. Die Story entstammt erneut der Feder von Sam Hamm (Batman, Masters of Horror) und Daniel Waters (Hudson Hawk). Bei der Produktion wirkte Burton auch mit. Das drei Jahre später entstandene Sequel kostete eine ordentlich Stange Geld mehr, als "Batman" aus dem Jahre 1989. Bob Kane ist der Erfinder von Batman und brachte erste Comics schon in den 40er Jahren heraus. Der erste Spielfilm "Batman hält die Welt in Atem" folgte 1966.
Michael Keaton darf erneut in das schwarze Fledermauskostüm schlüpfen. Als charismatischer Bruce Wayne, sowie als Retter Gothams ist er die richtige Wahl. Aber er hat starke Konkurrenz. Die Fieslingsrige ist brillant besetzt. Allein Christopher Walken als fieser Max Shreck ist das Ansehen wert, sowie Danny DeVito als Pinguin Oswald Cobblepot. Für das Make up und die Kostüme war übrigens Stan Winston zuständig. Michelle Pfeiffer als Catwoman ist wirklich ein Augenschmaus, wenn sie in ihrem engen Lederkostüm nachts auf Männerjagd geht. Wie im Vorgänger sind die Darsteller auch hier auf höchstem Niveau, bei der Story kann man sogar ein wenig mehr Komplexität bieten. Batman muss sich hier gleich mit drei Gegner duellieren und Jeder hat seinen eigenen Plan. Sei es Gotham die Energien zu entziehen, den Bürgermeister zu stürzen, die ganze Stadt in die Luft jagen oder nur einfache Rache. Jeder kocht sein eigenes Süppchen und Batman hat es hier wirklich schwer immer Herr der Lage zu sein. Durch fingierte Zerstörungsorgien und sogar Entführungen will man die Fledermaus vor Gotham schlecht machen. Auch kann er seine Augen nicht von Selina Kyle lassen, welche im Grunde genommen das selbe Problem wie er selbst hat. Dank der vielseitigen und auch tiefgründigen Charaktere, sowie ihre eigenen Plänen, kann Burton die Story spannender und wendungsreicher inszenieren, als sie eigentlich ist. Nur fehlt es manchmal ein klein wenig an Action. Keilereien, Shootouts, Explosionen, sowie Verfolgungsjagden sind gegeben, aber das Finale fällt etwas schwach aus.
Die Optik ist wiederum einmalig. Diesmal hüllt Burton das düstere Gotham City in die weisse Winterpracht. Danny Elfmann komponiert abermals den instrumentalen, sowie brachial genialen Score. Ein paar Melodien werden aus dem Vorgänger verwurstet, doch der Großteil der Melodien ist neu.
Würdiges Sequel, dass den Charakteren neben der Action noch genügend Platz lässt, sich zu entfalten. Hinzu kommen großartige Darsteller, eine einmalige Optik und eine gute Story. Es fehlt ein bisschen an Action, gerade das Finale hat zu wenig Schmackes, doch insgesamt ist "Batmans Rückkehr" ein düsteres Filmspektakel der Extraklasse.
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