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Chinatown (1974)

Eine Kritik von John Williams (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 13.10.2005, seitdem 451 Mal gelesen


Chinatown ist wahrscheinlich DER Film- Noir schlechthin. Die Mutter aller Darkmovies! Filmen einen sehr düsteren Look zu verpassen hat viele nachfolgenden Regisseure beeinflusst (Ridley Scott [Blade Runner], Curtis Hanson [L.A. Confidential], David Lynch [Lost Highway]). Roman Polanskis Meisterwerk schlechthin und ein wahrer Filmklassiker, der Geschichte schrieb und neue Maßstäbe setzte. Jack Nicholson und Faye Dunaway als Hauptprotagonisten waren die Idealbesetzung für den Film. Der Rest der Schauspielerriege spielt ebenfalls meisterhaft.

L.A. in den 30ern. Der Privatdetektiv J.J. Gittes bekommt von einer äußerst angesehenen Frau der Highsociety den Auftrag ihrem Mann hinterherzuschnüffeln und ihn des Ehebruchs schuldig zu machen. Alsbald stellt sich heraus, dass diese Frau eine Unbekannte war die tatsächliche Highsocietyfrau ihm niemals diesen Auftrag gegeben hat. Ein paar Tage später findet man die beschattete Person ertrunken im Meer. Sich dadurch total blöd vorkommend, stellt Gittes weitere Nachforschungen an und gerät in einen Strudel voller Verbrechen. Des Rätsels Lösung scheint jedoch nur die Frau des Verstorbenen zu kennen und in alles endet in einer dramatischen Nacht in Chinatown.

Roman Polanski (The Fearless Vampire Killers, Rosemary's Baby) hat seinem Film einen einzigartigen dunklen Look verpasst und das steht dem Film ausgezeichnet. Jerry Goldsmiths Musik passt zu diesem Film, wie die Faust aufs Auge. Die Musik besteht teilweise nur aus einzelnen komischen schlagzeugartigen Taktklängen und das passt perfekt zum Film. Drehbuchautor Robert Towne hat seinen Oscar zurecht bekommen. Er hat seine kleine Detektivstory perfekt in das L.A. der 30er integriert. Das Timing des Films stimmt genau! Das Kribbeln im Bauch des Zuschauers hält bis zum Ende an, da man einfach wie wahnsinnig darauf erpicht ist, des Rätsels Lösung zu erfahren. Der Charakter J.J. Gittes ist eine eher kleine Person im Gesamtbild des Films und der Zuschauer bekommt sehr schnell mit, dass er den Anforderungen dieser Geschichte nicht im Entferntesten gewachsen ist und deshalb fiebert man mit ihm mit. Des Rätsels Lösung kommt nicht gerade sehr überraschend, aber trotzdem schockt sie ungemein. Der Ausgang könnte nicht tiatralischer sein. Am Ende scheint einfach alles verloren und das rundet das Gesamtbild des Films dann auch auf.

Fazit: Ech guter Noir- Streifen, von dem sich ziemlich viele Filmemacher eine Scheibe abgeschnitten haben. 10 /10 Punkte.


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