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Todesritt der glorreichen Sieben, Der (1972)

Eine Kritik von Bubimann (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 15.07.2007, seitdem 556 Mal gelesen


Der Film ist zwar der vierte Teil der glorreichen Sieben, doch mit dem Klassiker von John Sturges hat "Der Todesritt der glorreichen Sieben" nicht mehr viel gemeinsam. Das großartige Glorreichen Sieben-Theme ist natürlich wieder zu hören, wird aber leider nur ganz selten eingespielt. Steve McQueen und Charles Bronson waren ja nur im ersten Teil dabei, Yul Brynner als Anführer der glorreichen Sieben hatte sich nach Teil 2 ja verabschiedet und in "Die Rache der glorreichen Sieben" übernahm George Kennedy seine Rolle. In "Der Todesritt der glorreichen Sieben" sieht man "The Bad" Lee Van Cleef als Chris Adams der nun 6 tapfere Männer in die Schlacht gegen das Böse führen soll. Nur leider setzen sich die glorreichen Sieben diesmal aus Chris und ein paar Ex Sträflingen zusammen, sind also nicht mehr die glorreichen Sieben im klassischen Sinne weil sich Chris seine Gefolgsleute ja immer danach ausgesucht hatte wie gut und schnell sie schießen können usw.

"Der Todesritt der glorreichen Sieben" verlangt dem Zuschauer etwas Sitzfleisch ab. Der Film zieht sich gerade zu Beginn sehr in die Länge und es dauert fast eine ganze Stunde bis die glorreichen Sieben überhaupt erstmal zusammengetrommelt sind. Die letzte halbe Stunde geht eigentlich nur dafür drauf, dass die 7 sich auf die Ankunft der Bösewichter vorbereiten und Dynamit platzieren usw. Während es bis 10 Minuten vor Schluss im gesamten Film nur 2 kleine Schießereien gab, kommt es dann zum Showdown mit einbisschen Action. Es wird geballert und nicht nur eine Stange Dynamit geht in die Luft. Das Ende ist ansehnlich und zum ersten Mal gibt es bei den glorreichen Sieben sogar relativ blutige Einschüsse (2 Stück), allerdings frage ich mich warum George McCowan sein ganzes Pulver (im wahrsten Sinne des Wortes) für den Schluss aufgespart hat. "Der Todesritt der glorreichen Sieben" ist über weite Strecken ziemlich langweilig und es wäre besser gewesen wenn man auch mal zu Beginn oder im Mittelteil eine ordentliche Schießerei zu Gesicht bekommen hätte. So ist der vierte Teil der glorreichen Sieben ein, bis auf das Ende, unspektakulärer und lahmer Film geworden. Da kann auch ein großer Westernstar wie Lee Van Cleef nicht mehr viel retten.


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