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Engelsgesicht - Drei Nächte des Grauens, Das (1982)

Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 18.01.2007, seitdem 470 Mal gelesen


Bis heute sehr unbekannter 80er Jahre Horrorfilm. Regisseur Philippe Mora schaffte es auch nie bei uns in die Kinos, obwohl der Film es durchaus wert gewesen wäre. Tom Holland ( Chucky, Fright Night ) schrieb das spannende Drehbuch, nach dem gleichnahmigen Gruselroman von Edward Levy. Trotz der Unbekanntheit, wurde " The Beast Within " nicht vor einer Indizierung geschützt und lief bis heute noch nicht im deutschen Free-TV. Sogar eine offizielle DVD Auswertung blieb dem Film bis jetzt vorenthalten.
Story:
Auf ihrer Hochzeitsreise hat das junge Paar Eli ( Ronny Cox ) und Caroline MacCleary ( Bibi Besch ) eine Autopanne. Während Eli Hilfe holt, wird Caroline von einer seltsamen Gestalt vergewaltigt.
17 Jahre später plagen den Sohn der MacClearys, Michael ( Paul Clemens ) grausame Alpträume. Um der Sache auf den Grund zu gehen, kehren alle Drei in das Dorf zurück, wo Caroline damals vergewaltigt wurde. Kurz darauf geschehen grausame Morde und ein uraltes Geheimnis wird zu Tage gefördert.

Hebt sich von anderen Horrorfilmen durch seine klug konstruierte Story ab. Warum Michael sich verändert wird gut erklärt und vor allem plausibel. Außerdem tauchen immer wieder neue Rätsel auf und der Zuschauer kommt erst im Finale auf die komplette Lösung. Typischerweise spielt der Film in einem kleinen Nest, sehr abseits gelegen. Daher kommt eine sehr gruselige Atmosphäre zustande und der Einsatz von vielen Nebelmaschinen. Hier wird noch richtig mit Musik gearbeitet. Der rein instrumentale Score von Les Baxter untermalt den Film wirklich prächtig und trägt enorm zur Spannung bei.
Was man dem Film etwas ankreiden kann ist die manchmal zähe Erzählweise und ein etwas schwacher Showdown. Der Film beginnt richtig spannend, in der Nacht mit der Vergewaltigung und bald sucht sich Michael seine ersten Opfer. Dies geschieht recht blutig, wirkt aber nie übertrieben. So wird ein Opfer totgebissen, ein Weiteres mit Strom gegrillt, ein Anderer bekommt den ganzen Kopf abgerissen. Die Goreszenen und vor allem das Make up sind sehr gut geworden. Michaels Verwandlung zum Monster sieht richtig eklig aus, wobei man am Resultat noch etwas hätte feilen können. Der Showdown ist insgesamt zu actionarm, aber die Spannung pendelt sich von Anfang an auf sehr hohem Niveau ein. Zwar hätte man ein paar Dialoge kürzen können, doch Längen bleiben uns erspart.
Ronny Cox als Eli, ist mal in einer guten Rolle zu sehen und er macht seine Sache wie immer gut, obwohl er den fiesen Part besser draufhat. Paul Clemens ist sowohl als sympatischer Junge, wie als psychopatischer Mörder glaubhaft. Die restlichen Darsteller agieren auf sehr gutem Niveau.

Fazit:
Unbekannter B-Horrorfilm mit sehr wendungsreicher und kluger Story. Die Umsetzung ist sehr spannend, die Atmosphäre richtig gruselig und der Score laut. Ein paar blutige Szenen runden das Ganze ab und auch das Make up ist klasse. Die Darsteller sind allesamt glaubhaft.
Wer sich mal wieder richtig gruseln will, der sollte bei " The Beast Within " sofort zugreifen.


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