|
 |

Ansicht eines Reviews
Mann mit der Todeskralle, Der (1973)
Eine Kritik von Largo (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 20.12.2001, seitdem 904 Mal gelesen
„Enter the Dragon“ ist einfach DER Martial-Arts-Film schlechthin! Begriffe wie „unfassbar“ fangen erst an, zu beschreiben, wie dieses Meisterstück seine Konkurrenten, wenn man sie als solche bezeichnen kann, allesamt aus dem Feld schlägt.
Dabei entspricht die simpel konstruierte Handlung aufgrund einiger etwas erklärungsbedürftiger Elemente sowie mangelnder Neuerungen zwar mehr dem durchschnittlichen Niveau und dient eigentlich nur als Mittel zum Zweck. Auch erinnern manche Szenen stilistisch sehr an einen James-Bond-Film, was durch das Auftreten John Saxons, der Sean Connery vom Typ her ähnelt, noch verstärkt wird. Die notwendigen Bedingungen erfüllt die Story aber ohne Frage, zumal sie recht geschickt aufgebaut ist. Im ersten Teil, der ein gemächlicheres Tempo geht, konzentrieren sich die Geschehnisse auf eine ausführliche Vorstellung der Charaktere (wie vielen Filmen muss man zum Vorwurf machen, dass sie ihre Figuren unvermittelt ins Bild klatschen und der Zuschauer auch am Ende nur wenig mehr über sie weiß), bevor es dann in der zweiten Hälfte richtig zur Sache geht. Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf, da der Film bis zum Schluss nichts von seiner Spannung einbüßt und durchgehend mit exzellenten Schauplätzen aufwarten kann, die den ohnehin hohen Unterhaltungswert noch einmal erheblich steigern.
Absoluter Höhepunkt sind natürlich die Kampfszenen, denn die haben es wirklich in sich: Ungemein realistisch und ebenso kreativ, bekommt man alles von Mann-gegen-Mann-Duellen bis hin zu bewaffneten Auseinandersetzungen, gekrönt mit einem beispiellosen Showdown, zu sehen, was nicht nur der überragenden Choreografie von Bruce Lee (selbstredend), sondern auch dem vorzüglich zusammengestellten Aufgebot an unterschiedlichsten Martial-Arts-Experten zu verdanken ist. Clevererweise (es war schließlich der Film, der ihn international bekannt machen sollte) hat Lee es sich auch nicht nehmen lassen, seine wichtigsten Markenzeichen wie das Nunchaku mit ein zu beziehen. Wer schon einen der früheren Bruce-Lee-Filme (z.B. „Way of the Dragon“) gesehen hat, sollte bei letzterem allerdings keine vergleichbare Vorstellung erwarten.
Was die übrige Besetzung betrifft, so vermisst man leider einige Gesichter wie z.B. Nora Miao, die in allen bisherigen Bruce-Lee-Filmen zu sehen war und auch hier die eine oder andere Rolle hätte übernehmen können. Trotzdem kann man sich völlig zufrieden geben, da keiner der Akteure besondere Schwächen zeigt und die meisten ihren Job sogar sehr überzeugend gemacht haben (allen voran Shih Kien, der perfekte Darsteller für den Bösewicht).
Fazit: Wenn man einen Martial-Arts-Film gesehen haben muss, dann diesen!
 | "Surprise me!" BETA |
Zur Übersichtsseite des Films Liste aller lokalen Reviews von Largo
Zurück
 |
 |
|