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Natürlich blond - Vor dem Gesetz sind alle blond! (2001)
Eine Kritik von Schlombie (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 30.07.2007, seitdem 212 Mal gelesen
Natürlich blond ist kurzweilig, witzig und mit Witherspoon auch gut besetzt (wobei Silverstone in "Clueless" eine ernsthafte Konkurenz ist). Der Film schippert seicht daher und weiß 90 Minuten zu unterhalten.
Aber muß ein Film dieser seichten Art deswegen gleich so naiv daher kommen? Ist eine Spur von Logik denn schon zu viel verlangt?
Wie oft liest man, dass Witherspoon in diesem Film zeigt, dass auch eine Blonde intelligent sein kann und sich gegen die Welt behaupten kann. Schön und gut, aber dafür hätte man ein cleveres Drehbuch gebraucht. Was uns in diesem Film präsentiert wird ist eine pfiffige Blondine, nicht dumm und klug in ihrem Bereich, die im Verlauf des Filmes viel dummes und oberflächlisches tut (dieser Punkt sei noch verziehen, jemand der klug ist muss deshalb ja nicht von Minute zu Minute ein niveauvolles Leben führen) und die Karriereleiter hochschreitet, weil sie einfach Glück hatte. Ihr Wissen über Dauerwellen, Beautyschuppen und und und helfen ihr die kleinen und großen Probleme im Studium und im Praktikum zu meistern. Nie fordert das Drehbuch sie auf über ihre Grenzen hinweg zu agieren und damit zu beweisen wie klug sie nun wirklich ist.
Ich höre schon den ein oder anderen aufschreien: Herr Gott, was erwartet dieser Typ von solchen Filmen, aber ich denke mal dass auch ein seichter Film nicht auf Kosten der Logik seine blauäugige Story braucht. "Pretty Woman" war auch blauäugig, aber nie wirklich unglaubhaft. Spätestens wenn Ritherspoon zum Ende des Films ihren Schritt in die große Karrierewelt tut und mit unter die beste Studentin von allen war ist dies unglaubhaft. Wieviele Justizfälle werden denn noch mit ihrem Schickimicki-Wissen zu tun gehabt haben? Wann hat sie mal außerhalb dieser Beautywelt mehr getan als irgend etwas auswendig zu lernen? Fragen die nicht beantworten werden, deren Antwort aber in den übersprungenen 3 Jahren vermutet werden können.
Was bleibt ist ein Film für Träumerinnen, ein Film für dumme Püppchen zur Selbstwertsteigerung und ein kleiner Film für Menschen wie mich, die sich hin und wieder gerne mal ein locker flockiges Komödchen angucken mit einen Naivitätsgehalt hoch zehn. Dass es dafür aber im Vergleich Filme dieser Art mit höherem Unterhaltungswert gibt ohne die eben erwähnten Fehler muß man dabei aber nicht erwähnen (ups, hab ich grad *g)
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