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Sternwanderer, Der (2007)
Eine Kritik von The Bishop (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 09.04.2008, seitdem 498 Mal gelesen
Was gehört alles in einen schönen Märchenfilm?Ein König und sein Schloss natürlich, Prinzen und Prinzessinnen, böse Hexen und Zauberer, Seeräuber, Einhörner, Geister, ein unglaublich wertvoller Schatz, Schwertkämpfe, Zauberspiegel, ein unscheinbarer Krämerssohn, der über sich hinauswächst und die tollsten Abenteuer besteht.Das beschreibt Der Sternwanderer schon ziemlich gut. In England gibt es nämlich eine Mauer, wenn man da drüberklettert - was natürlich streng verboten ist - landet man direkt in einem Märchenland, in dem es all das gibt, was ich oben aufgezählt habe. Und da sitzt nun unser Krämerssohn Charlie Cox mit seiner Angebeteten beim Händchenhalten am Waldesrand, als doch ein Stern vom Himmel fällt - leider hinter der verbotenen Mauer. Und was tut unser Rosa-Brillenträger: er verspricht ihr den Stern zu bringen! Na toll!Und mittels babylonischer Beam-Kerze findet er ihn auch - in Form von Claire Danes. Die ist ein prima Stern, hübsch und strahlend, allerdings etwas widerspenstig und tagsüber immer müde. Egal, versprochen ist versprochen, also entführt unser Held den Stern kurzerhand, um ihn bzw. sie seiner Liebsten zu schenken. Was er nicht weiß: nicht nur die garstigen Königssöhne sind hinter dem Stern her, weil der erste, der ihn findet der neue König wird, sondern auch drei alte Hexen wollen den Stern, weil er sie wieder jung machen kann. Ok, dazu müssen sie ihn opfern und das Herz essen, aber was soll's. Schließlich sind es böse Hexen. Also schicken sie die Oberhexe los - in Form von Michelle Pfeiffer. Wie soll ich es charmant sagen - sie ist eine prima alte Hexe. Fies und gierig und dabei nonchalant und hinreißend. Da muss schon Robert De Niro her, als Seeräuber-Kapitän mit einem kleinen Geheimnis, damit es nicht zu einer One-Woman-Show wird. Man merkt, dass ihm die Rolle richtig Spaß gemacht hat. Dennoch ist es kein harmloser Kinderfilm, denn die throngierigen Prinzen untereinander sind nicht gerade zimperlich und lassen keine Gelegenheit aus, einen ihrer Brüder um die Ecke zu bringen. Allerdings besagt ein Fluch, dass alle 7 Brüder zusammenbleiben müssen, bis einer von ihnen der neue König wird. Und so lümmeln neben den verbliebenen Prinzen noch die bereits verblichenen als Gespenster herum, um mehr oder weniger motiviert die Bemühungen ihrer Brüder zu kommentieren - köstlich. Der Sternwanderer ist ein wirklich schöner Märchenfilm, den man jedoch vielleicht erstmal ohne seine Kinder schauen sollte, weil doch schon einige gruselige Elemente und auch Tote drin vorkommen. Er ist sicherlich nicht so gruselig wie Fluch der Karibik mit seinen vielen Untoten, aber auch kein harmloser tschechischer Märchenfilm à la Drei Nüsse für Aschenbrödel. Eine Mischung aus beiden trifft es schon ganz gut. Die Darsteller sind allesamt gutgelaunt, Langeweile kommt gar nicht auf, und die Tricks können sich durchaus mit Eragon oder Narnia messen.Ein Gute-Laune-Film für die ganze Familie.
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