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Brady Family, Die (1995)
Eine Kritik von Der Sittenstrolch (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 16.04.2004, seitdem 358 Mal gelesen
Die Brady Family ist ein weiterer Kinofilm zu einer 70er Jahre-Serie. Damals herrschte noch die heile Welt und das ist heutzutage immer noch der Fall bei den Bradys.
Während die Umwelt sich verändert hat und wir in den kalten Neunzigern angelangt sind, ist bei den Bradys immer noch alles beim alten und die nicht gealterte Familie nervt mit ihrem Heile Welt-Getue ihre Nachbarn ohne Ende. Doch es ist Unheil in Sicht: 20000 Dollar müssen die netten Bradys für eine Steuerrückzahlung auftreiben, sonst verlieren sie ihr Haus an ihren fiesen Nachbarn.
Man sollte gar nicht glauben, daß ein Remake einer Serie sich so sehr über das Original lustig macht und die Charaktere als das entlarvt, was sie sind: Totale Nervensägen. Die in den Siebzigern im Original "Drei Mädchen und drei Jungen" liebgewonnenen (oder auch nicht) Familienmitglieder der Bradys werden zu fast geisteskranken Hinterwäldlern gemacht und herrlich überspitzt dargestellt. So entwickelt etwa die mittlere Schwester übelste Haßgefühle und psychopathische Züge gegen die große Schwester Marcia, weil die viel besser aussieht als sie selbst. Die kleine Schwester redet mit so hoher Stimme, daß kein normaler Mensch sie versteht. Und einer der Brüder steckt gerade im übelsten Stimmbruch, was für viel Verwirrung sorgt. Zum Glück winkt am Ende ein stattlich dotierter Gesangswettbewerb, mit dem sich die Familie retten und für ein Happy End (natürlich!) sorgen kann.
Die Schauspieler kennt man vor allem aus Fernsehserien, z.B. Shelly Long von "Cheers" als Mutter oder der böse Sheriff aus "American Gothic" Gary Cole als Vater Brady. Alles in Allem ein sehr amüsanter Film, auch wenn die Witze immer auf den Kulturclash 70er-90er abzielen und teilweise vorhersehbar sind.
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