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Roboman (1988)

Eine Kritik von Outlaw666 (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 10.12.2001, seitdem 677 Mal gelesen


Dies ist ein weiteres Review, welches allein den Zweck erfüllt, vor dem Film zu warnen, falls jemand dies liest, bevor er sich den Film holt/leiht/kauft etc.

Story: kaum vorhanden
Die Schreiberlinge hielten es wohl für angebracht, aus Mangel an Ideen die komplette Handlung von "Predator" zu übernehmen.
Von der Spezialeinheit, die in den Dschungel geschickt wird und der die Wahrheit vorenthalten wird, über die Frau, die sich noch anschließt, bis hin zum verschwundenen Armee-Kumpel ist alles drin. Natürlich ist auch der "Predator" an sich enthalten, nur haben sie einen Cyborg-Soldaten aus dem Jäger gemacht.
Man kann dennoch schon nicht mehr sagen, daß nur Elemente von "Predator" enthalten sind, sondern es wurde wirklich hemmungslos geklaut.

Schauspieler: erbärmlich
Nicht nur, daß die Mimik und Gestik der Schauspieler mehr als nur hölzern ist, sondern auch die Synchro tut ihr Übriges, daß dieser Film von der ersten bis zur letzten Minute nur eines ist - erbärmlich.

Spezialeffekte: lachhaft
Die Versuche, einen Actionfilm zu machen, sind gründlich fehlgeschlagen. Die Explosionen haben die übliche Preisklasse eines Billigfilmes, sie sind eigentlich nur ein wenig Funkensprühen und ab und an mal eine Explosion von der Güte eines mit Benzin gefüllten Luftballons.
Der klägliche Versuch, die "Kontakt"-Szene aus "Predator" zu kopieren, animiert eher zum Lachen. Sie wurde auf einige Sekunden verkürzt und beschränkt sich auf das Hochspritzen von Staub und einer Totalen der Teammitglieder, wie sie schießen - Brrrrr!!!

Musik: unterirdisch
Die ständig präsente Musik aus dem Synthesizer kann auch nichts zum Spannungsaufbau beitragen, sie nervt eher nach einigen Minuten und will und will nicht verschwinden.

Abschließende Wertung:
Dieser Film ist ein weiteres Mal der Beweis, daß manche Filme besser nicht ihren Weg in die Regale finden sollte.
Ich war bisher davon ausgegangen, daß Filme zur Unterhaltung gemacht werden und den Machern ein erkleckliches Sümmchen zuspielen sollen. Diese Elemente kann ich allerdings hier nicht mal ansatzweise entdecken.
Der ganze Film ist eine Parodie des Genres;
Lange Rede, kurzer Sinn: Fürchterlich, grauenhaft, abartig.
Ich bin ab und an einem Trash-Film wirklich nicht abgeneigt, aber das geht entschieden über ein simples Kreditvergehen hinaus - nicht ansehen, wenn euch Eure Gehirnzellen am Herzen liegen.
Eine eingeschränkte Ansehempfehlung kann ich eventuell an Filmstudenten ausgeben, die Höhen und Tiefen des Genres Film ergründen wollen - eine wahre Tiefe (ich glaube, sowas hieß in Mathe mal "Extrempunkt").


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