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No Country for Old Men (2007)
Eine Kritik von Van-The-Man (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 28.02.2008, seitdem 697 Mal gelesen
And the OSCAR goes to...
viermal hieß es am 24.02.2008 in LA: "No Country For Old Men" Der Neo-Western wurde in den Kategorien "Bester Film", "Beste Regie", "Bester Nebendarsteller" (Javier Bardem) und "Bestes Drehbuch (adaptiert)" mit dem Goldjungen ausgezeichnet.
Der Film handelt vom psychopathischen Killer Anton Chigurgh, der sich auf der Jagd nach Llewelyn Moss befindet. Dieser war zuvor in der texanischen wüste zufällig über mehrere Leichen und 2 Mio. $ Drogengeld gestolpert und hatte letztere flugs eingesteckt.
Fortan ist er auf der Flucht und die einzige Hilfe die sich ihm anbietet, ist der alte und müde Sheriff Ed Tom Bell.
Die Coen - Brüder waren zuletzt eher durch leichte und bequeme Komödien ("Ein (un)möglicher Härtefall" und "Ladykillers") aufgefallen. Jetzt kehren Sie zu Ihren Wurzeln ("Blood Simple", "Miller´s Crossing") zurück und bringen Ihren besten Film seit "Fargo" in die Kinos. Dass das Ganze nicht ohne jede Menge Blut und teils staubtrockenen Humor über die Bühne geht, sollte sich der geneigte Kino-Gänger vorher vor Augen führen. Denn die Skruppellosigkeit mit der Anton Chigurgh zu Werke geht, ist sicher nicht Jedermanns Sache. Auch das relativ offene Ende und die "langsame" Erzählstruktur werden bei dem ein oder anderen für Unmut sorgen können.
Doch ist es genau diese Art der Inszenierung der Coen-Brüder, die letzendlich die fast hypnotische Wirkung des Films erzeugt. Die Unausweichlichkeit der Ereignisse, die pessimistische Grundstimmung und das überragende (Zusammen-)Spiel der Darsteller (Javier Bardem, Tommy Lee Jones und Josh Brolin)formen eine Stimmung, die noch lange nach Ende des Abspanns anhält. Dieses Gefühl lässt sich vielleicht mit dem von Clint Eastwoods "Erbarmungslos" oder Steven Soderberghs "Traffic" vergleichen.
Ob "No Country For Old Men" ein Klassiker wird, werden wohl erst die nächsten Jahre (oder Jahrzehnte) zeigen, das Potential dazu hat er allemal.
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