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Postal (2007)

Eine Kritik von Johnny Kanone (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 13.03.2008, seitdem 241 Mal gelesen


Uwe Boll hat mal wieder ein Videospiel verflimt. Wer hätte es gedacht. Ich bin der Meinung, dass er hier nicht vollends versagt hat wie bei allen anderen seiner Machwerke. Zugegeben, ich habe mich sogar recht gut unterhalten gefühlt. Wie kann das sein mag sich der geneigte Boll-Kenner fragen. Nun diese Frage beantworte ich mit dieser Filmkritik.

Die "Geschichte" von Postal ist gar nicht mal so schlecht wenn man es ein wenig durchgeknallt mag. Sie überfordert niemanden und dient hier als Aufhänger für die mehr oder weniger gelungenen Gags. Dude sucht einen neuen Job und seine recht übergewichtige Frau Bitch macht ihm deswegen Druck. Nach einem erfolglosen Tag mit Schießerein im Wolfahrtsamt, einem verpatzten Bewerbungsgespräch und allerlei kuriosen Spinnern geht er auf das Angebot seines Onkels Dave, seines Zeichens Sektenführer, ein an einem kleinen Raubzug in einem Nazi-Freizeitpark teilzunehmen. Dort wollen die Beiden mit Hilfe einiger Sektenmädchen die wertvollen Krotchy-Puppen klauen, da diese im Internet ordentlich Geld bringen. Klingt doch schon bescheuert genug, doch es kommt noch doller. Gleichzeitig wollen auch die Taliban unter der Leitung von Osama "Sam" Bin Laden an die Plüschtierchen gelangen um in ihnen versteckte Vogelgrippe-Erreger in den USA freizusetzen.

Toll finde ich Bolls selbstironischen Auftritt als Freizeitparkbesitzer und die teils derben Witze und Anspielungen die mich ein wenig an South Park erinnern. Außerdem fühlen sich Zuschauer die das Spiel zum Film kennen an vielen Stellen des Films sofort "heimisch" und erkennen Postal wieder. Also doch mal eine gelungene Umsetzung aus der Boll KG.

Schauspieltechnisch ist der Film durchschnittlich bis solide und bietet nur einen großen Patzer. Ralph Moeller. Seine Screentime ist allerdings zu vernachlässigen und stört deshalb das Gesamtbild nicht wesentlich.

Dass nur jeder dritte Gag wirklich lustig ist und der Film manchmal nicht alles aus den doch gelungenen Ansätzen herausholen kann sorgt für die 5 von 10 Wertung. Gutes Ergebnis für einen Boll-Film. Und wie gesagt es hat einfach Spaß gemacht den Film zu sehen. Plus, die Schlussszene ist einfach wunderbar.


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