Eine Kritik von TeeAl (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 29.01.2009, seitdem 186 Mal gelesen
Also ich bin extremst positiv überrascht! Bisherige Boll-Machwerke waren ja ziemliche Grütze... kenne zwar nur "House of the Dead" und "Alone in the Dark" aber die reichen schon um ohne Erwartungen an das neue Meisterwerk "Postal" heranzugehen bzw. dieses gar nicht erst wahrzunehmen. Da ich auch das Computerspiel nicht kenne musste mich erst ein Zeitungsartikel in der SZ über Boll & "Postal" neugierig machen... und siehe da, der Film ist 'ne echte Trash-Granate. Politisch und in jeglicher anderen Art unkorrekt, nichts ist tabu, alles wird verarscht... schon der Wahnsinn was sich hier getraut wird. Dabei beweist Boll, dass er sogar ein Händchen für Situationskomik und gut getimete Dialoge hat. Bolls Motto war wohl "wenn schon alle meine Filme als Trash runtergemacht werden dann zeig ich mal wie wirklicher Trash aussieht"... und es hat geklappt! Anstatt qualitativ zuzulegen einfach noch 'ne Niveau-Etage tiefer agieren und heraus kommt mit das lustigste was ich in letzter Zeit sehen durfte. Uwe, bitte versuch erst gar nicht mehr "normale" Filme zu drehen... konzentrier dich auf vollkommenen Trash, das kannst du:)... und so einfach ist das nämlich auch nicht.
Also auf seine Art fast perfekt... nur das Finale hätte man etwas straffer inszenieren können und ein klein wenig mehr Splatter wäre noch das Sahnehäubchen gewesen... aber auch so trashige 9/10