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Tödliche Weihnachten (1996)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 28.12.2004, seitdem 608 Mal gelesen



Nach "Die Piratenbraut" wollte Renny Harlin (Cliffhanger) seine damalige Frau Geena Davis (Die Fliege) mit "Tödliche Weihnachten" erneut auf "Teufel komm raus" zur neuen weiblichen Action-Ikone machen. Nun ja... geklappt hats nicht, der Film ist trotzdem gut!

Samantha Caine (Geena Davis) lebt das ganz normale Leben einer Frau und Mutter in einem netten Städtchen in Neuengland. Eines Tages jedoch wird ihr Heim von einem Fremden zerstört. Dieser Mann hat mit jener düsteren Vergangenheit zu tun, die Samantha tief ins Unterbewusste verdrängt hat. Erst nach einem Autounfall bricht ihre Amnesie langsam auf, und Samantha erfährt, dass sie früher für den Geheimdienst gearbeitet hat - als Killer. Mit der Unterstützung des Privatschnüfflers Mitch Henessy (Samuel L. Jackson) versucht sie die Geister der Vergangenheit zu bannen. Aber es gibt einige Kollegen aus alten Tagen, die fürchten, dass Samantha zuviel weiß...

Geena Davis spielt ihre Rolle durchweg gut. Dennoch sieht man ihr das Alter deutlich an und man weiß, dass sie nun mal keine Angelina Jolie oder Jennifer Garner ist. Darum wird nach ihrer Verwandlung zur Killerin das faltige Gesicht fleißig mit reichlich Make-Up überpinselt. Von den Action-Einlagen her kann Frau Davis aber mit ihren jüngeren Kolleginnen locker mithalten. Samuel L. Jackson (S.W.A.T.) hat im Prinzip nichts anderes zu tun, als den schwarzen Hilfs-Bimbo zu spielen. Dabei muss er so viele Strapazen aushalten, bei denen ein normaler Mensch schon längst über'n Jordan gegangen wäre. Der Regisseur hat sich wohl gedacht: "Schleudern wir den Jackson durch die Luft, verpassen ihm ein paar Schußwunden und kloppen ihm ab und zu mal in die Visage - das kommt immer gut!" Glücklicherweise erweist sich Mr Jackson nach jeder noch so brutalen Attacke von Seiten des Gegners immer als Stehauf-Männchen. Craig Bierko (The 13th Floor) gibt einen smarten Schurken ab, mit dem aber auch manchmal die Pferde durchgehen. In einer Nebenrolle haben wir dann noch Brian Cox (Die Bourne Verschwörung).

Der Film ist nach dem teuersten Drehbuch der Filmgeschichte entstanden und wurde von Shane Black verfasst, der bereits für die Skripts der "Lethal Weapon"-Filme und "Last Boy Scout" zuständig war. Nach diesem Film hat sich Shane Black mit der Kohle leider zur Ruhe gesetzt, wobei er einer der wenigen Autoren war, die spannende und zugleich komische Action-Drehbücher schreiben können.

Das Renny Harlin hier am Werk war merkt man "Tödliche Weihnachten" fast jede Minute an. Es gibt so viele Explosionen, Shoot-Outs und Zweikämpfe, dass ein John Woo vor Freude weinen würde. Denn ständig wird irgendwas in die Luft gesprengt, irgendwo rumgeballert und das Fratzengeballer kommt auch nicht zu kurz. Doch nicht nur die Action ist ein Markenzeichen von Renny Harlin, sondern auch die winterlichen Landschaften, die man zuvor schon in seinen Werken "Stirb langsam 2" und "Cliffhanger" bestaunen konnte. Da kommen deutlich Harlins finnische Wurzeln zum Vorschein. Bei der ganzen Action fehlt ihm dennoch eine gewisse Inspiration. So sind die Action-Szenen zwar gut inszeniert worden, doch hat man sie bereits in anderen Action-Streifen zu Gesicht bekommen. Was die Erotik angeht ist diese wegen Geena Davis' Alter wohl eher was für ältere Semester. Die Spannung ist vorhanden und auch effektiv eingesetzt worden.

Somit ist "Tödliche Weihnachten" bzw. "The Long Kiss Goodnight" ein prima Action-Thriller in bester "Lethal Weapon"- und "Stirb langsam"-Manier, der trotz des fortgeschrittenen Alters des Hauptcharakters überzeugen kann.


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