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Men in Black (1997)
Eine Kritik von subhero (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 04.08.2008, seitdem 295 Mal gelesen
Die bezahlten Kitiker diverser Zeitschriften waren ja wieder mal hin und weg von diesem Filmchen, als dieser vor über 10 Jahren auf den Markt geworfen wurde. Aber meine Herren und Damen, tolle FX, Slipbefeuchter Smith und eine handvoll Computer udn PVC - animierter Aliens kann doch nicht das Maß der Dinge sein! Oder sieht so der Film der Zukunft aus?*
Hohl, nichtssagend und der größte bzw. kleinste gemeinsame Nenner ist BOOOOOOOOOMMM? Was ist mit solchen wirklich guten Alienfilmen wie "E.T." oder eben "Alien" geworden? Filme, die zwar auch dem Zwecke der puren Unterhaltung dienten, aber wenigstens nicht ständig BOOOOOOOOOOMMM gemacht haben. Filme, deren Unterhaltungswert nicht nur auf Kosten extraterristischer Minderheiten gingen, sondern der Zuschauer in wirklich fremde Welten eintauchen konnte.
Heutzutage kommen die Aliens gleich scharrenweise zu uns, neue Filmideen scheinen sie nicht mitgebracht zu haben. Oder anders: MIB ist genauso fadenscheinig und hohl wie "Lost World" oder "ID4". Der Film lebt und stirbt mit dem Pressetrubel und der groß angelegten Werbeaktion um sein fragwürdiges Dasein. Als am uneffektivsten erwies sich hierbei sicher das fast stündlich irgendwo gesendete Making-Off, welches schon die besten Szenen zeigte und somit der Besuch im Kino ein Ausflug zum Popcorn essen ohne nachhaltige Wirkung wurde. Eher im Gegenteil. Das viele BOOOOMMMMM und BÄÄÄÄNGGGGG hat mich ganz schön genervt, der schnell Schnitt meine Synapsen zum kollabieren gebracht.
Sicher, Sonnenfeld hat handwerklich ganze Arbeit geleistet. Sämtliche Bilder sind bis ins letzte Detail durchgestylt, jeder BOOOOOOOMMM und Gag sitz da, wo ihn das so leicht zu unterhaltende Publikum haben möchte. Aber sonst?
Ach ja, da gibt es noch so was wie eine Geschichte die erzählt wird. Es geht um ein ausserirdisches Kakerlak, das auf der Erde einen Krieg anzetteln möchte. Als ob wir dazu Aliens bräuchten. Dieses Vieh, wieder einmal der absolute Abschaum des Alls, jagt hinter einer Kugel hinterher, in der sich eine noch viel kleinere Welt befindet, die dem Zuschauer aber nicht erklärt wird. Keiner weiß so recht, warum das Teil gerettet werden soll, wahrscheinlich ist die Kugel das Gleichgewicht des Weltalls, ist aber auch nicht so wichtig. Wichtig dagegen scheint das Raumschiff zu sein, welches vor der Erde nur darauf wartet, seinen Todesstrahl auf die Erde abzufeuern. Leider tun sie das dann doch nicht, da unsere Helden Smith und Jones natürlich diesen Drecksplaneten hier retten.
Will Smith und natürlich auch ohne Zweifel Tommy Lee Jones, spielen ihre Rollen hervorragend. Smith muss sich redlich bemühen, das Publikum mit lauen Gags und viel gezappel bei der Stange zu halten, während Jones einfach nur cool sein muss. Auch die übrige Belegschaft agiert im oberen Feld. Sollte aber auch klar sein, bei einer so großen Produktion.
Insgesamt gesehen bietet der Film dank Sonnenfelds goldenem Händchen und Spielbergs goldener Brieftasche glatt gebügelte Mainstreamware ohne Tiefgang und Anspruch dafür aber mit einer Menge hirnloser BOOOOOOOOOOMMMSSSSSS.
*Diese Kritik habe ich 1997 für ein Fanzine geschrieben und inzwischen kann man die Frage mit JA beantworten.
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