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8 Blickwinkel (2008)

Eine Kritik von - -ImaO- - (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 20.06.2011, seitdem 252 Mal gelesen


„Acht Blickwinkel“ – gut gedacht, aber letztenendes nicht gut genug gemacht.

Zum Inhalt; ein Antiterrorgipfel im spanischen Salamanca, bei dem 150 Staatsoberhäupter dem internationalen Terror den ultimativen Kampf ansagen wollen, wird selbst Ziel eines Anschlags. Dieser hat trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen verheerende Folgen, wird doch der Präsident der Vereinigten Staaten selbst Opfer. Eines von rund zwei Dutzend – soweit man das als Zuschauer überblicken kann.

Zuständig für die Sicherheit der „Nummer 1“ ist der Personenschützer Thomas Barnes, der seinem obersten Boss etwa ein Jahr zuvor schon mal das Leben gerettet hat, was er haarscharf mit dem eigenen bezahlt hätte. Diesmal konnte er seinen Schutzbefohlenen nicht retten, was bei ihm in der Folge, als es gilt den Verantwortlichen schnellstmöglich dingfest zu machen, zu völlig überzogenem Aktionismus führt.

Die titelgebenden „ 8 Blickwinkel“ beziehen sich auf die Sichtweise von acht Personen, die direkt in das Attentat involviert waren. Als Zeuge, Opfer oder Täter. Vier dieser Personen werden im Verlauf einzeln abgehandelt, die vier anderen – die Täter nämlich - in einer Art „Konferenzschaltung“.

Der Versuch die Handlungsstränge, bzw. die „8 Blickwinkel“ am Ende des Films zusammen zu fügen wirkt sehr bemüht und kann mit Genreklassikern wie „L.A. Crash“ oder „Amores Perros“ zu keiner Zeit mithalten. Zu sehr baut der Streifen auf Optik ( die Bombenexplosion ist zugegebenrmaßen sehr gut animiert und die fast 10 minütige Verfolgungsjagd durch die engen Gassen von Salamanca gibt auch keinen Grund zum meckern). Darüber verliert der Plot aber weitestgehend die Frage nach den Motiven aus den Augen und auch die Charakterzeichnung seiner Protagonisten bleibt an der Oberfläche kleben.

Der Cast bleibt durchweg blass, Dennis Quaid überzeugt in keinster Weise, John Hurt als Präsi ist eigentlich verschenkt und Sigourney Weaver hätte man durch jede x – beliebige Mittfünfzigerin ersetzen können. Forrest Tucker ist der einzige, der auf gewohntem Niveau agiert.

Bleibt natürlich noch die obligatorische Wendung in der Story, die ich hier aber nicht verraten werde. Zumal sie irgendwie unlogisch und schwer nachvollziehbar erscheint.

So verschenkt „8 Blickwinkel“ sein Potential weitestgehend und kann seinem eigenen Anspruch an einen spannenden, komplexen (Polit)- Thriller überhaupt nicht gerecht werden. Was bleibt ist Massenware. Gesehen und vergessen.

Da es wenigstens nicht langweilig wird gibt’s dafür 6 Punkte. Aus meinem Blickwinkel.


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