|
 |

Ansicht eines Reviews
Transformers (2007)
Eine Kritik von Der Mann mit der Hose (Bewertung des Films: 1/10) eingetragen am 14.08.2007, seitdem 1623 Mal gelesen
Sag mal, welches kranke Wesen nennt seinen Bengel eigentlich Shia, wenn der Nachname LaBeouf ist? Wozu brauchen Roboter Zähne oder können Scheibenwischwasser urinieren? Und warum ist Bumblebee kein Käfer mehr? Warum ist die alte 0815-Zeichentrickserie besser und lustiger als der 150.000.000$-Film? Was ist so komisch an dem Namen „Wixwixi"? Gibt es wirklich Leute auf der Welt denen "The fast and the furious" zu kompliziert war? Müssten die Transformers in Deutschland zum TÜV oder GTÜ? Wie viele Dosen Motoröl kann einer von denen saufen und noch als fahrfähig zu gelten? Wie hat man einen 180m großen Roboter samt Würfel 1934 im eingefrorenem Zustand (!) von der Arktis mitten in die USA gebracht und nen Damm drumrum gebaut ohne das es jemandem aufgefallen ist? Wie kann die Hauptdarstellerin den ganzen Film lang dreckig wie ein Höhlentroll sein und am Ende perfekt geschminkt mit falschen Wimpern und mit halb offener Bluse aus nem Abschleppwagen fallen ohne nicht einmal Lippenstift dabei zu haben? Warum locke ich böse Killerroboter in eine Großstadt anstatt raus in die Einöde? Wieso verhört das FBI zwei Personen im gleichen Raum anstatt wie immer getrennt? Wie kann ein Roboter 10000 Jahre eingefroren sein um mit einem perfekten Englischwortschatz wieder aufzuwachen ohne ihn wie die Anderen beim Porno-runterladen aus dem Internet zu lernen? Besteht die restliche Welt außer den USA wirklich nur aus Terroristen, Kommunisten und Nazis, und kann die auch kombinieren? Wieso ist ein Film schon als gut zu bezeichnen wenn Millionen von doofen Amis ihn geil fanden?
Diese und viele andere Fragen warf der neue Actionblockbuster (Betonung auf Äktschn und auf Buster, weniger auf Block, obwohl einer im Film vorkommt!) von Michael "Mir-ist-nichtmal-das-Kettensägenmassaker-heilig" Bay und Steven "Jäger-des-verlorenen-Weltkriegs" Spielbergo auf, der die ganze Geschichte eigentlich im zweiten Weltkrieg haben wollte mit den Decepticons (Betrügerons auf deutsch!) als Nazis aus Deutschlandtron anstatt Cybertron.
Fragen über Fragen, meine Theorie:
Du brauchst ganz dringend Geld für deine Filmstudios, deswegen kaufst du dir die Rechte an irgendeinem (so richtig toten) Scheiß den keiner mehr interessiert, wie z.B. ... äh... Transformers. Die mochte ich damals Anfang der 90er, zu meiner Entschuldigung war ich aber auch nur zehn Jahre alt. (Später hatte ich dann He-Man Figuren, ne neue Verfilmung davon ist schon in Planung!). Dass die Namen der superklugen Edelstahlhelden mit dem Vertsand von Fünfjähringen zu deutsch Hummel, Zerstörer, Vernichter, Sternenschrei oder Optimal-Toll lauten, checkt der doofe Europäer eh nicht mehr und findet es sogar nicht mal albern, sondern so cool dafür auch noch ins Kino zu gehen und ohne schlechtes Gewissen über das arme Geld wieder rauszukommen. Ich schweife ab...
Naja, du nimmst die ganzen relevanten Schlüsselcharaktere und lässt ein paar popelnde Nichtsnutze, die früher nur Drehbücher für Schwulenpornos geschrieben haben, die Viecher in ein zwei Seiten dickes Script einbinden, das von der Grundidee ursprünglich ein Rekrutierungsvideo der Marines für den Kindergarten werden sollte. Dann lässt du dich von den Marines auch noch sponsern, mietest den Hoover-Damm, lässt dich noch einmal von den anderen Teilen der Army sponsern und verkaufst Kriegsanleihen im Abspann. Product Placements von Chevy, Porsche, Nokia, Heckler & Koch, Apple und tausend Anderen, ermöglichen es dir, mehr an dem Film zu verdienen als auszugeben, bevor er überhaupt anläuft. Insgesamt dann der teuerste, je am Computer entstandene Bildschirmschoner/Dauerwerbespot, der je als Film bezeichnet wurde.
Zur Story:
Böse Decepticons von Cybertron (Muhahaha...) wollen den Würfel der Vernunft (der ausgerechnet bei den doofen Menschen gelandet ist) den Autonombots wegmopsen um klug zu werden und alles zu vernichten, scheitern aber an doofen Teenagern auf Clerasil die vom ballernden Verteidigungsminister unterstützt werden, während sie von Shuriken-werfenden Kofferradiotransformern angegriffen werden, weil Sektion7 mal wieder zu doof ist (noch höher als Abteilung6 aus „Men in Black") (Section8 hingegen ist ungelogen die Bezeichnung für die amerikanische Militärirrenanstalt, ist aber auch ein Haushaltsplan der Regierung, nicht verwechseln!).
Um diese Wahnsinnsstory dann nicht so schleimig-patriotisch-militaristisch-metrosexuell und vor allem nicht so 80er mäßig wirken zu lassen, oder gerade erst recht, ist Optimus-Schleim, der Anführer der guten Autobots (Abkürzung für Automobil und Roboter, genial oder?), ein Hippie-Vegetarier der so Brüller loslässt wie:"Jedes empfindsame Wesen hat das Recht über sein eigenes Schicksal zu entscheiden" oder "Wir tun doch den Menschen nichts, wir dürfen sie nicht auch noch in unseren Krieg verwickeln", bevor er sich quer durch Boulder City Godzilla-fightet, wo es zum Glück keine Menschen gibt.
Und das Ende von der Geschichte:
Der Verteidigungsminister (Mr. Secretary genannt) (nicht verwandt mit Mr. Slave aus South Park) lässt persönlich die böse Hightechmaschinerie im Meer versenken (Amerikaner denken nicht an technologischen Fortschritt und Profit, wirklich nicht, nie!) nachdem er ordentlich mitgefightet hat (Stell dir mal Franz Josef Jung in der Rolle vor!) und allen damit beweist, das alte Männer mit Flinten lächerlich aussehen. Korea und China haben immer noch ihre Schiffsflotte ohne atomgebombt zu werden. Es gibt 7up- und Nokiatransformer und die Sidekick-Schlampe wird auf der Motorhaube der Hummel flachgelegt während die anderen Autobots zuschauen. Wahnsinn, wenn ich nen Porno mit Robotern drehen müsste, würde er so ähnlich ablaufen.
Aber jetzt mal im ernst:
Die Flugzeuge des Typs A10 Thunderbolt II (Spitzname: Warzenschwein) die man Während des Kampfes mit den "Scorpion" sieht, verschießt schon seit Jahren mit ihrer 30mm Minigun mehr als 4200 Geschoße in der Minute auf Panzer, Gebäude oder Patrouillen des "Feindes" (wer das auch gerade sein mag, gerne aber auch auf eigene Leute, nennt man "killed by friendly fire"), was sich vielleicht lustig anhört, wenn Wolfram nicht so teuer wäre und man deshalb kostengünstigeres Uran umgestiegen wäre, was nebenbei die Landschaft kahl macht und den Neugeboren der Umgebung so ne eigene Note verleiht.
Der AC-130 Transporter im Anschluss hat in Vietnam Begriff "Gunship" für den Luftraum neu geprägt. Mit einem Haufen 10mm Geschütze und Haubitzen (?) an einer Seite umkreiste dieses Ding Stundenlang Dörfer und Städte und schoss alles zusammen, was da so lebt, einfach eine fliegende Massenvernichtungswaffe... einfach geil.
Die F117A, die durch ihre Aufnahmen der lasergelenkten Bomben die durch Kaminschächte hindurch gesteuert wurden, eine wahnsinnige Publicity bekam, weil sie dabei auch nicht auf dem Radar erschien, stand hier leider nur in einer Szene am Boden rum. Schade...
Die F22, die recht häufig vorkam ist das neueste was die Army hat, deswegen hat man sie auch recht häufig gesehen. Noch teurer als der Ratzinger-Golf ist sie das Beste, Schönste und Teuerste was es gibt. Und kein Land auf der Welt (USA ausgenommen) wurde so viel Geld in so nen Scheiß investieren, wenn es nichtmal gleichwertige Gegner gibt.
Black Hawk Hubschrauber, Abramspanzer.... Ich hab keine Lust mehr aufzuzählen. Aber ich glaube aber die B52 hat gefehlt, die war grad bestimmt im Einsatz um die Welt mit Bomben zu retten.
Solche Kriegsmaschinerie noch viel patriotistischer und schleimiger als in „Independence Day" darzustellen ist in einem Kinderfilm (mir fällt kein anderes Genre für so nen Scheiß ein) genauso moralisch wie Hitler zum Helden zu machen oder Stalin postum den Friedensnobelpreis zu verleihen. Nein, ich übertreibe nicht und verleihe damit einen Punkt für das schön bunte Filmplakat.
Actionfilme sind was Feines, aber das da... Leute, fangt an zu denken!
 | "Surprise me!" BETA |
Zur Übersichtsseite des Films Liste aller lokalen Reviews von Der Mann mit der Hose
Zurück
 |
 |
|