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Mad Max - Jenseits der Donnerkuppel (1985)

Eine Kritik von Blade Runner (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 22.10.2001, seitdem 2637 Mal gelesen


Im 3. Teil der Mad Max Saga verkommt der Held in einem Endzeitactioner der leider viel zu mainstreamig geworden ist.....

Story:
Nachdem Mad Max seine Ausrüstung abhanden gekommen ist, kehrt er in der Stadt Bartertown ein. Dort schliesst er mit der Obersten einen Vertrag. Er soll einen einflussreichen Gegner von ihr, der die Stadt mit Energie versorgt töten. Dafür bekommt er eine Ausrüstung, Waffen etc. Doch als es zum Kampf in der Donnerkuppel kommt, kann Max seinen Gegner nicht töten. Dieser hat nämlich nur den Verstand eines Kindes, so hindern Max Prinzipien, ihn zu morden. Auf Grund seines Vertragsbruches wird er nun in die Wüste verbannt, wo er von einem Wüstenvolk aufgenommen wird. Er sinnt auf Rache.....
Die Story vereint einfach zu viele Charaktere. Während in den ersten Teilen noch der einfache Gut gegen Böse Kampf im Vordergrund stand, wird hier Wert auf Komplexität gelegt, die tödlich für den Film ist. Die Episode, in der Max beim Wüstenvolk haust, ist Langeweile in Reinkultur. Zu viele Ideen und vorgetäuschte Komplexität verderben die Story......

Musik:
Von der pochenden und hämmernden Musik, aus den Vorgängern ist nichts mehr übrig. Statt dessen wird einem unterschwelliger kaum hörbarer Musik vorgedudelt, die in keinster Weise die Atmosphäre der ersten Teile rüberbringen kann.

Atmosphäre:
Leider hat dieser Teil, die Faszination und den Zauber der ersten beiden Teile verloren. Zwar ist die Optik gut und professionell, jedoch machte gerade dieses etwas „billige“ Feeling die ersten beiden Teil aus. Hier wird Wert auf Schauspieler, tolle Kampfszenen und Hollywoodoptik gelegt. Alles wirkt zu mainstreamig, auch die bekannte brutale Action wurde so stark entschärft das er bei uns sogar eine FSK 16 bekam. Auch die Situationskomik (in der Donnerkuppel) macht einiges kaputt Der ganze Film wirkt, wie für’s Kino gedreht und erinnert mich dabei an Schund wie Mission Impossible: 2. Schade, das ein zu großes Budget einen guten 3. Teil verhindert. Der kommende 4. Teil wird vermutlich leider ähnlich, da man kein zu hohes Rating riskieren wird.

Schauspieler:
Mel Gibson spielt nun bemerkenswert professionell. Vom alten Mad Max ist aber leider nicht mehr viel übrig. Mit langen Haaren und viel zu viel Coolness kämpft er sich durch Teil 3. Leider verkörpert Gibson nun nicht mehr den gewohnten und lieb gewonnen Mad Max, sondern mutiert zu einem Familienhelden der ein wenig zu sehr an seine „Riggs-Rolle“ in Lethal Weapon erinnert. So ist er leider nicht mehr ganz so wortkarg und verschlossen wie früher... Die Demontage eines Antihelden.....

Fazit:
Ein zu hohes Budget und ein damit verbundenes Mainstreampublikum zerstören den Mad Max Mythos....


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