Eine Kritik von *RM (aka Alfred Bester) (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 25.01.2002, seitdem 2054 Mal gelesen
„Last Man Standing“ ist ein spannender, packend inszenierter Neowestern mit hohem Shootout-Anteil. Walter Hill bemühte hier noch einmal die asiatische Einzelkämpfer-Samurai-Story, die in der westlichen Hemisphäre bereits 1966 in Sergio Leones Italo-Westernklassiker „Für eine Hand voll Dollar“ mit Clint Eastwood ihre erste Umsetzung fand.
Und Hills Umsetzung ist nicht minder spannend, fesselnd und effektvoll. Die Hauptrolle hätte natürlich nicht besser als mit Bruce Willis besetzt werden können, auch Christopher Walken führt seine bereits in Tony Scotts „True Romance“ etablierte Mafioso-Rolle perfekt fort. Willis spielt, als charismatisch-dreckiger Antiheld mit unterstützenden Off-Kommentaren und zwei Knarren, zwei rivalisierende Gangsterbanden in einem „Jericho“-genannten Wüstenkaff während der Prohibitionszeit gegeneinander aus. Das ist größtenteils sogar akzeptabel glaubwürdig und v.a. äußerst atmosphärisch inszeniert; die Musik von Hills „Hauskomponist“ Ry Cooder könnte passender kaum sein. Die Schießereien sind toll gemacht, auch wenn ein wenig mehr Zeitlupe gut getan hätte und die getroffenen Gegner teilweise doch etwas arg weit „wegfliegen“...; alles in allem überzeugt (mich zumindest) dieser Streifen aber voll und ganz!
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