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Ratatouille (2007)
Eine Kritik von bigimot66 (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 04.09.2007, seitdem 671 Mal gelesen
Anyone Can Cook! Jeder kann kochen lautet das Motto und der Titel des Buches von Starkoch Auguste Gusteau. Mag ja sein, dass der Mann recht hat, aber gilt dieses Motto auch für Ratten?Remy, eine junge Ratte mit einer ziemlich atypischen Vorliebe für gutes Essen, glaubt dies zumindest. Bloß leider stößt er damit allerorten auf taube Ohren. Als er feststellt, dass sein Idol Gusteau gestorben ist und er von seiner Rattenfamilie getrennt wird schlägt aber bald seine große Stunde. Als er nämlich feststellt, dass er praktisch sein ganzes Leben in den Abwasserkanälen von Paris gelebt hat, ist der Weg zu Gusteaus Restaurant nur noch ein Katzensprung. Dort angekommen muß Remy mitansehen, wie ein gerade frisch eingestellter Tellerwäscher eine Suppe versaut. Von seiner guten Nase und seinem Talent getrieben beschliesst er kurzerhand die Suppe zu verfeinern. Natürlich gelingt ihm dies meisterlich, bloß was nützt es? Wer will schon, dass einem eine Ratte das Essen kocht? Dessen ist sich Remy auch bewusst und er schliesst mit dem Tellerwäscher Freunschaft. Zusammen werden sie Gusteaus Motto mehr als gerecht...
Also was soll man dazu sagen? Ich hatte echt meine Bedenken, als ich über die Story des neuen Pixar-Films las. Für mich hörte sich das alles nicht gerade sehr unterhaltsam an, von den damit verbundenen und erwarteten, typischen Klischee-Späßen (wie dem französische Akzent usw.) will ich mal gar nicht reden. Aber glücklicherweise sind im Urlaub nicht alle Tage sonnig, die Kinotickets dafür spottbillig und die Kinos zudem noch air-conditioned. So geschehen vor einer Woche in Thailand. Ich nix wie rein ins Multiplex, die Kühle genossen und los gings.
Man muß vielleicht erwähnen, dass in Thailand Filme ausschliesslich im Original mit Thai-Untertiteln laufen. Also daher kein Problem sind, wenn man des englischen mächtig ist.
Ich muß sagen, ich wurde wirklich mehr als positiv überrascht. OK, die Story ist teilweise schon etwas vorhersehbar. Dafür werden diese kleine Mängel aber durch die wirklich witzigen Figuren (alleine schon der Chefkoch im Restaurant ist der Hammer), die technische Brillianz und vor allem die Liebe zu den Details ( man betrachte bei der Verfolgungsjagd mal die alten, schon lange nicht mehr gesehenen typisch französischen Autos) mehr als ausgeglichen.
Sogar der erwartete französische Akzent hat mich nicht mehr gestört, im Gegenteil – ich habe mich teilweise in meinem Kinosessel gekringelt vor Lachen und das Ende war dann auch gar nicht wie erwartet, aber ein wirklich feiner Kompromiss.
Erwähnen sollte ich noch, dass Ratatouille nicht unbedingt der Kinder-Spaß-Film ist. Von der Grundstory mal ganz abgesehen sind vielen Gags für Kinder sicherlich schwer zu verstehen.
Fazit: Langsam komme ich zu dem Schluß, dass man beim Anschauen von Pixar-Filmen eigentlich keinen Fehler machen kann. Die Filme sind handlungsmäßig und technisch sowieso immer gut bis sehr gut. Alle Achtung!!
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