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Inside - Was sie will ist in Dir (2007)
Eine Kritik von Batty (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 27.10.2008, seitdem 821 Mal gelesen
Bisher war ich immer sehr angetan von französischen Horrorstreifen. Ob nun "High Tension" oder "Frontier(s)"; jeder hatte seine Momente und war in sich stimmig.
Mit "Inside" schwappt ein weiteres Werk der Reihe 'härter gehts nimmer' dem Zuschauer entgegen.
Die schwangere Sarah verliert bei einem Autounfall ihren Mann. Fünf Monate später wird sie am Heiligabend von einer Wahnsinnigen heimgesucht, die ihr das Baby aus dem Leib schneiden will. Gefangen in ihrem eigenen Haus muss Sarah ums Überleben kämpfen ...
Blutig, blutig! Das auf jeden Fall. Viel mehr leider nicht.
"Inside" beginnt als vielversprechender Terrorfilm. Langsam aber sicher wird ein hohes Maß an Spannung aufgebaut. Bis ... ja bis genau zu dem Punkt, an dem der Thriller zum logikfreien Blutbad mutiert.
Warum wurde "Inside" nicht als Kammerspiel a là "Misery" konzipiert? Stattdessen tauchen wie aus heiterem Himmel irgendwelche Leute bei Sarah auf, die sich munter von der irren Killerin abschlachten lassen. Da kommt der Chef, der eigentlich erst frühs auf der Matte stehen sollte, die Mutter stolpert auch noch dazu, und schließlich rollt ein ganzer Polizeiwagen voller Cops und gefangenem Kleinkriminellen als Kanonenfutter vor die Tür. So hatten wenigstens die Makeup-Spezialisten ihren Spaß und bekamen jede Menge zu tun. Blut und Gore sind nämlich die einzigen Dinge, die in "Inside" im Überfluss vorhanden sind.
Vollkommen grotesk gestaltet sich dann noch das Finale. Was hier abgeht, spottet jeder Beschreibung. Da schockieren nicht mal mehr die Goreszenen, weil sie derart übertrieben und inflationär zum Einsatz kommen, dass sich der Zuschauer das Lachen verkneifen muss. Ich will an dieser Stelle nicht zuviel verraten; aber hätte der Film eine Laufzeit von mehr als 80 Minuten gehabt, hätten sich die beiden Ladys bestimmt noch ohne Beine und Köpfe durch die Bude gejagt.
"Inside" gehört zu den Filmen, die eine gute Idee durch aufgesetzte, gewaltsam in die Story hineingepresste Bluteinlagen zunichte machen. Dann doch lieber bei den Effekten eine Etage tiefer stapeln und auf Spannung und Nervenkitzel setzen. Das wirkt auf den Zuschauer mitunter mehr als der primitive Holzhammer. "Ils" hat es vorgemacht.
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