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Sleepers (1996)

Eine Kritik von the same davidsloane (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 16.12.2006, seitdem 342 Mal gelesen


Alle Jahre wieder macht Hollywood eine Ausnahme und serviert dem weltweiten Publikum ein tiefsinniges und intelligentes Meisterwerk anstatt Blockbuster mit viel zu viel Effekten und unglaubwürdigen Gefühlen.

,,Sleepers" ist einer dieser Perlen und bleibt eher im Gedächtnis als durchschnittliche Actionware ala ,,Terminator 3". Hier kommt es auf Spannung, intelligente Dialoge und Gefühle an, nichts weiter. Der Film ist nebenbei so authentisch inzeniert worden, dass ich stellenweise meine Fressluke nicht mehr zusammenbekam. Genauso erging es mir bei den Vergewaltigungsszenen, da diese schockierend und intensiv unter die Haut gehen.

Die Besetzung ist einfach eine Wucht: Brad Pitt, Dustin Hoffmann, Jason Patrick...sie alle spielen hervorragend. Dennoch muss ich sagen, dass Kevin Bacons Leistung jeden der oben genannten Stars übertrifft. Man kauft ihm die Rolle des sardistischen Wärters problemlos ab, teilweise will man ihm sogar die Schnauze polieren, da er das Oberarschloch so extrem gut performen kann.

Zur Story: 4 Jugendliche landen wegen einer Dummheit in einer Strafanstalt. Der Aufenthalt wird für sie ein wahrer Albtraum, da die Wärter sie vergewaltigen und foltern. Viele Jahre später (niemand hat je ein Wort über die Misshandlungen verloren) erkennen 2 der ehemaligen Jungen, John Reilly (Ron Eldart) und Tommy Marcano (Billy Crudup) (sie sind gewaltätig und kriminell geworden) einen Wärter in einem Restaurant wieder. Sie zögern nicht lange und erschießen ihn an Ort und Stelle. Da der Mord in der Öffentlichkeit geschieht und es einige Zeugen gibt, landen die Beiden vor Gericht. Mit Hilfe von Michael Sullivan (Michael Sullivan), der Anwalt geworden ist und Lorenzo Carcaterra (Jason Patrick), der für ein Heft/eine Zeitung(keine Ahnung mehr was) schreibt, die ja das gleiche durchmachen mussten, versucht man die Beschuldigten vor dem Knast zu bewaren. Nun wird vor Gericht getrixt was das Zeug hält, was nebenbei auch den Vorteil hat, dass die anderen Wärter auch für ihr Handeln bestraft werden.

Der Film hat eine Lauflänge von etwa 140 Minuten und 2 Drittel spielen sich im Gericht ab. Normalerweise penne ich immer bei solchen Szenen ein ( besonders Shows wie ,,Das Strafgericht", würg!), doch hier ist alles so nervenaufreibend, spannend und perfekt durchdacht, dass der Streifen sogar 4 Stunden dauern könnte.

Mein persönliches Highlight ist die Szene, wo einer der Wärter in den Gerichtsaal gebeten wird und in Anwesenheit der 4 Freunde aussagen muss. Mann kann die Traurigkeit und den Hass in den Gesichtern der Betroffen stark ansehen. Als der Wärter dann zusammenbricht und alles gesteht, fühlt man als Zuschauer eine große Erleichterung und man fühlt mit den Opfern intensiv mit.

Im Großen und Ganzen ein erstaunliches Meisterwerk, was niemanden kalt lassen sollte. Meine Höchstwertung: 10/10


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