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Anaconda (1997)

Eine Kritik von Blade Runner (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 07.10.2001, seitdem 1012 Mal gelesen


Um es mit einfachen Worten auszudrücken: CGI-Schlange jagt Ice Cube, Jennifer Lopez und Jon Voight durch den Wald.

Story:
Eine kleine Expeditionstruppe fährt über den Amazonas, um einen Film über ein paar Ureinwohner drehen. Jedoch sammeln sie den Schiffbrüchigen Paul Sarone (Jon Voight) auf. Der verspricht sie zu zu diesen Ureinwohnern zu bringen. Leider durchkreuzt ein Unfall von Forscher Steven Cale (Eric Stoltz) die Pläne, er muss sofort ins Krankenhaus. Paul Sarone gibt vor, eine Abkürzung zu kennen und führt sie statt dessen zu seinem Ziel. Er will eine riesige Anaconda fangen, die aber ein Teammitglied nach den anderen verspeist. Als die letzten Überlebenden schliesslich zu ihrem Nest gelangen, wo Sarone sie als lebenden Köder benutzt, wird die Schlange endlich getötet. Aber auch das fordert Opfer....
Nicht gerade einfallsreiche Story, man könnte sie genausogut in 2 Sätzen beschreiben: Forscher nehmen Jäger auf, der sie zur Schlange führt. Diese frisst dann einen nach den anderen auf. Überraschungen gibt es nicht. Dafür ist die Story zu banal. Man kann eigentlich jedesmal vorhersehen wann die Schlange angreift.

Musik:
Zufriedenstellende Musik, die sich bemüht Spannung zu erzeugen, wechselt sich mit Dschungelmusik ab. Annehmbarer Horrordurchschnitt, obwohl das richtig mitreißende Theme fehlt. Zum Ende hin, kann die Musik aber in Hinblick auf die Schlange mit akurater Bedrohlichkeit überzeugen. Zum mitfiebern reicht's leider nicht ganz.

Atmosphäre:
Bemühte Dschungelatmosphäre, die auch einigermaßen überzeugen kann. Jedoch wirken mir ein paar der Forscher wie "Mein Dschungel ist mein zu Hause".Irgendwie nicht fremd genug, eher als hätte man alles im Studio gedreht. Die CGI-Schlange ist auf keinen Fall furchteinflößend. Das einzige mich an dem Film irgendwie mitreißen konnte, waren die Erdrückungsszenen der Schlange. Besonders bei Sarone am Ende, kann man doch irgendwie mitfühlen in was für einer schmerzhaften Lage er steckt. Der einzige Punkt im Film der mich überzeugen konnte.

Schauspieler:
Eine wahre Hollywoodriege hat man da versammelt. jediglich Jon Voight und Ice Cube können aber überzeugen. Besonders Voight spielt den fiesen Sarone sehr überzeugend. Aufgrund seiner Frisur und seines Gesichtsausdrucks sieht er aus wie die Reinkarnation eines Dschungel-Kapitän-Ahabs.
Ice Cube sorgt wie man ihn meist in seinen Rollen kennt für coole Sprüche und hammerharte Argumente. Die Rolle, die er kann spielt er hervorrragend. Das war's dann aber auch schon mit seinen schauspielerischen Fähigkeiten.
Weder Jennifer Lopez, noch Eric Stoltz, noch Owen Wilson, die man zum größten Teil aus besseren Filmen kennt, können überzeugen und wirken sichtlich gelangweilt und emotionslos. Ich frage mich ernsthaft, wie man so viele Stars in einen so schlechten Film packen kann. Die Kohle muss wohl gestimmt haben, die man besser in die Effekte und den langweiligen Storyverlauf stecken hätte sollen.

Fazit:
Billiger Tierhorror, einmal angucken, sich unterhalten lassen und dann wieder vergessen. Für Trash ist er schon wieder zu gut besetzt......


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