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Robin Hood - König der Diebe (1991)

Eine Kritik von Thurgod (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 25.08.2005, seitdem 347 Mal gelesen


Obwohl Kevin Costner wahrlich kein Gesicht hat, was ich mit Robin of the Hood in Verbindung bringen würde, rockt diese sympathische Großproduktion die Hütte! Der Streifen zählt vielleicht nicht zu meiner Top 10 der besten Filme aller Zeiten, wahrlich aber ganz oben in der Hall of Fame der Immer-wieder-anguck-Dauerbrenner, und das wird sich so schnell auch nicht ändern!
Vollkommen jugendfrei wird die Geschichte von Robin von Locksley (Costner) erzählt, der zusammen mit einem maurischen Begleiter (mal wieder der Ballkönig: Morgan Freeman) aus muslimischer Gefangenschaft nach England zurückkehrt, wo er das Gut seines Vaters zerstört und den alten Herren ermordet vorfindet. Der machtgierige Sheriff von Nottingham (genial: Alan Rickman) trachtet nach dem thron von König Richard, der sich nach wie vor auf den Kreuzzügen befindet und macht sich sämtliche Widersacher untertan oder schafft sie gleich ganz weg. Locksley flieht in den Sherwood Forest und schließt sich dort einer Gruppe Vogelfreier an (u.a. Christian Slater), mit denen er den Aufstand gegen den Tyrannischen Sheriff probt. Bindeglied dabei ist die Lady Marian (Mary Elizabeth Mastrantonio), mit der der Rebell auch schon bald anbandelt – doch er ist nicht der Einzige, der die Lady heiß und innig begehrt...

Jau, die Story ist sicher einschlägig bekannt, und wahrscheinlich ist diese sehr gewagte, poppige Adaption der Literaturvorlage auch schon bekannter als die Vorlage selbst. Seiner Zeit Anfang der 90er schon ein gewaltiger Kassenschlager, ist dieses Werk mit Sicherheit jedem ein Begriff. Zwar achtet man nicht unbedingt so sehr auf den originären Plot wie der gleichzeitig erschienene, akribische „Ein Leben für Richard Löwenherz“ (mit Patrick Bergin und Jürgen Prochnow), dafür streut man eine Menge Humor und Komik ein und erfüllt dem Zuschauer genau die Wünsche, die er/sie beim Abspielen der DVD schon im Vorhinein hegte; beste Unterhaltung, massig Action, viel Witz sowie größtenteils exzellente Darstellerleistungen und imposantes Setting und Kostüme. Klar sollten Puristen von diesem Hollywood – Riesen lieber gleich die Finger lassen, alle anderen, die den Käse sowieso nicht ernst nehmen können bedenkenlos zuschlagen, sofern man auch über kleine Fehlerchen und etwas eigenwillige Stilelemente hinwegsehen respektive sie befürworten kann. Man mag mich dafür hassen, aber bei diesem Streifen stelle ich mich ausnahmsweise mal auf die Pro-Seite der Kommerzmaschine, denn dieses Ding mit der notwendigen Überlänge mach wahrlich durch und durch Spaß!


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