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Plan B war der zweite Streich, und der dritte folgt zu gleich! Vlado Priborsky hat nach seinen beiden ersten Kurzfilmen (Valentin’s Tag & Plan B) wieder zugeschlagen und obwohl sich wahrscheinlich viele Leute auf einen längeren Film von ihm freuen würden, hat er wieder einen Kurzfilm der ganz besonderen Sorte geschaffen, nämlich Sophie.

Sophie grenzt eigentlich so ziemlich genau an den Vorgänger Plan B an, jedoch steht diesmal nicht der Charakter Clemens (in Plan B gespielt von Mario L’Ross) im Vordergrund, sondern seine ehemalige Ehefrau Sophie (gespielt von Jasmin Devi).

Alles beginnt damit, dass Sophie momentan wirklich kein leichtes Leben hat, denn die Scheidung zwischen ihr und Clemens ist gerade am Laufen und es wäre alles wesentlich unkomplizierter, wenn ihr Noch-Ehemann die Scheidungspapiere endlich unterschreiben würde (wozu er aber jetzt wohl nicht mehr in der Lage ist). Wenn das wenigstens ihr einziges Problem wäre. Zusätzlich muss sie endlich mit ihrer Vergangenheit mit Clemens abschließen, was ihr nicht gerade leicht fällt. Um ihren Problemen endlich mal zu entfliehen und sich einen klaren Kopf zu verschaffen, macht Sophie einen kleinen Ausflug in die Natur, jedoch wird die erhoffte Entspannung schnell zu einem Albtraum, der mit dem Schicksal von Clemens zusammenhängt. Und hier beginnt die wesentliche Geschichte, die jetzt (für viele Horrorfans) erst richtig interessant wird: denn der eigentliche, harmlose Kurzfilm glänzt auf einmal mit einer gut durchdachten Storywandlung (welche man mit Sicherheit nicht erwartet hat) und vor allem mit Splattereffekten, der ganz besonderen Sorte. Wer jetzt glaubt, dass dies schon alles ist, sollte noch das erstaunliche Ende abwarten, welches ebenfalls in keinem Fall voraussehbar und ebenso außergewöhnlich, wie die vorherige Wandlung der Geschichte ist.

Zusammengefasst ist Sophie eigentlich das genaue Gegenteil zum Vorgänger. Zwar grenzt der Kurzfilm direkt an Plan B an, ist jedoch im Grundaufbau komplett verschieden. Ist Plan B von seiner Story her anfangs vielleicht für viele verwirrend (und für einige trotz Auflösung noch immer unverständlich), weist Sophie eine klare Struktur auf, welche jedoch im Laufe des Filmes eine Wandlung annimmt, die in eine Richtung geht, welche man von Vlado Priborsky eigentlich nicht gewohnt ist. Denn je unblutiger Plan B war, desto blutiger ist nun Sophie. Die Effekte sind keineswegs welche von Amateuren, sondern erinnern eher an die eines Profis.
Jasmin Devi hat den Charakter der Sophie gut umgesetzt. Sie bringt ihre Rolle einer Frau, welche sich in einer schier auswegslosen Situation befindet, sehr realistisch rüber und kann sich mehr als nur sehen lassen.


Ein wirklich gelungenes Werk aus Österreich und wir freuen uns schon, auf deinen nächsten, hoffentlich länger als 21 Minuten dauernden Film, Herr Priborsky.

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