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Reise zurück in der Zeit (1988)

Eine Kritik von Onkel87 (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 17.11.2009, seitdem 362 Mal gelesen


WaxWork zählt wohl zu den besten Horror-Parodien aller Zeiten.
Beinahe jedes bekannte Thema aus dem Horror-Genre wird hier aufgegriffen.
Ein Werwolf, Zombies, eine Mumie, Dracula und seine blutsaugenden Vampire, Frankenstein, der Unsichtbare. Um mal nur ein paar zu nennen.

Von der eher nebensächlichen Story will ich gar nicht so viel verraten. Sagen wir einfach es hat schon einen tieferen Hintergrund das der gute Mr. Lincoln die Leute in sein Haus lockt.

Der verwöhnte Student Mark und seine Freunde werden von dem ominösen Mr. Lincoln für kommenden Abend ab Mitternacht in dessen Wachsfigurenkabinett eingeladen. Weder der  Türöffnende Gnom noch der hünenhafte Butler erwecken zunächst misstrauen. Aber als dann die ersten Personen verschwinden sieht das schon ganz anders aus.


Der deutsche Titel „Reise zurück in der Zeit“ ist denkbar schlecht gewählt denn es handelt sich ja nicht um Zeitreisen (dazu erfährt man im 2. Teil mehr).
Das hat man später wohl auch selbst erkannt und daher auch auf den DVDs den Originaltitel „Waxwork“ verwendet.

Neben den vielen lustigen Mini-Geschichten überzeugen vor allem die Darsteller. John Rhys-Davis (Werwolf), Patrick Macnee (Sir Wilfred) und David Warner (Mr. Lincoln) sind die Namhaftesten. Zach Gilligan als Hauptdarsteller Mark werden die meisten aus „Gremlins – Kleine Monster“ und dessen Fortsetzung kennen.

Die Blut und Gewaltschraube liegt bei Waxwork recht hoch. Körper werden zer- und Köpfe abgerissen, Körperteile abgetrennt und Leute bei lebendigem Leibe filetiert und verspeist.
Das alles aber immer auf eine Art bei der man nicht zurückschreckt, wie bei Filmen ala „Hostel“, sondern eher schmunzeln muss. Dafür zeigt sich Regisseur Anthony Hickox verantwortlich.
Ein Beispiel: In der zweiten Wachsfigurengeschichte liegt der Verlobte aus Wachs im Keller der Vampire auf einem Tisch, das Bein zwischen Fuß und Oberschenkel bis auf den Knochen freigelegt. Und während sich das weibliche Opfer und der Vampir um den Tisch jagen fällt auch schon mal der ein oder andere ungeschickt auf die leidtragende Wachsfigur.

Hickox, Waxwork war seine Premiere, werden einige als Regisseur von Hellraiser 3 kennen. Aber daneben hat er noch ganz andere Horror-Perlen auf den Markt geworfen, Sundown – Rückzug der Vampire (1989), Warlock (1993) und eben noch Waxwork 2 (1992). Wirklich gutes kam danach leider nicht mehr von ihm. Mit gealterten Ex-Größen wie Dolph Lundgren („Storm Catcher“), Armand Assante („Blast!“) und Steven Seagal („Submerged“) versuchte er sich auch die letzten Jahre weiter im Low-Budget-Bereich. Mit geringem Erfolg.

Fazit:
Schauspieler sind Ordentlich bis Sehr Gut. Masken, Kostüme, Szenerien und Effekte sind Top! Für einen lustigen Horrorabend genau das richtige! Und das Beste: Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen muss man hier nicht einmal betrunken sein um Spaß zu haben. 9/10


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