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30 Days of Night (2007)

Eine Kritik von Draxel (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 30.03.2008, seitdem 323 Mal gelesen


In der kleinen Stadt Barrow in Alaska ist der letzte Sonnentag angebrochen. 30 Tage lang wird es kein Licht und keine Sonne geben. Die letzten brechen auf um woanders die Zeit zu verbringen. Die die da bleiben richten sich auf die kommende Dunkelheit ein. Doch dieses Jahr ist etwas anders als sonst. Eine Meute hungriger Vampire hat die Stadt auf dem Speiseplan....

"30 Days of Night" von Regisseur David Slade ist ein ganz netter Vampirstreifen der vom Thema so ähnlich ist wie der Film "Frostbite". Der Unterschied ist nur, dass "Frostbite" eine Horrorkomödie ist.
"30 Days of Night" ist ernster von der Machart und kommt sehr atmosphärisch daher. Dazu nutzt er die eisige Winterlandschaft, die durch die Einsamkeit dieser Gegend sehr gespenstisch rüberkommt. Die Idee, dass 30 Tage lang Dunkelheit herrscht, kommt für einen Vampirfilm ganz gut, da die Wesen ja bekanntlich das Sonnenlicht meiden. Dadurch sind die Hauptpersonen andauernd der Gefahr ausgesetzt. Ständig gegen die Untoten gekämpft wird allerdings nicht. Die meiste Zeit über Verstecken sich die Überlebenden in verschiedenen Häusern.
Langeweile tritt dadurch aber nicht ein da zwischendurch immer mal was passiert.

Was mir persönlich sehr gefallen hat war die Vampirsippe. Die erfrischend aggressiver und düsterer daher kommen als in anderen Filmen. Keine adligen Weintrinker die in Särgen schlafen, einen erst Honig ums Maul schmieren um dann hinterrücks beherzt zwei Nadellöcher in den Hals zu beißen.
Die Damen und Herren haben hier ein ganzes Gebiss voller fauliger, spitzer Eckzähne und rupfen ein paar ordentliche Fleischwunden in die Hälse. Noch dazu besitzen sie ziemlich scharfe Fingernägel, die zwar nicht so lang sind wie die von "Nosferatu", aber im Resultat Fred Krüger Konkurrenz machen. Interessant ist, dass man hier nicht alte Vampirmythen mit einbezieht. Außer das sie empfindlich gegen Sonnenlicht sind kommen keine bekannten Abwehrmöglichkeiten wie Kruzifix, geweihtes Wasser, Knoblauch oder Holzpflock durchs Herz zum Einsatz.
Den Blutsaugern wird hier entweder der Kopf abgehackt oder abgeschossen und wenn mal keine Axt oder Gewehr in Reichweite ist dann werden sie durch die Schrottpresse gejagt. Dadurch bekommt man auch jede menge deftiger Goreeinlagen serviert, die gut ausschauen und den Zuschauer bei Laune halten.

Josh Hartnett spielt den Sheriff ganz solide, obwohl die Rolle in dem alter doch etwas unglaubwürdig daherkommt. Melissa George bleibt an der Seite von Vampirkiller Hartnett etwas blass. Am besten hat mir jedoch Mark Boone Junior gefallen, der seine kleine Rolle überzeugend spielt und in einem Kamikaze mäßigen Ablenkungsmanöver mit Schrotgewehr und Häckselmaschine ein dutzend von den Viechern zur Strecke bringt.

"30 Days of Night" ist ein atmosphärischer und düsterer Vampirstreifen, der leider ein paar grobe Logikfehler hat. Wer sich daran aber nicht stört, kann spannend unterhalten werden.
Die gothichaft angehauchte Vampirsippe und harte Gore-FX sorgen für Stimmung.


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