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30 Days of Night (2007)
Eine Kritik von mülltonne (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 20.08.2008, seitdem 304 Mal gelesen
"30 Days of Night" fasst den Comic in ausgefeilten Breitwandbildern ein, die eine eigene, teils sehr ruhige Dynamik vermitteln. Die Story ist wie eine Collage und es werden die 30 Tage nur in Momentaufnahmen angerissen. Ständig schweben Themen wie Isolation und Machtlosigkeit über dem Horrorsujet. Die Darsteller sind gut, auch wenn ihre Figuren kaum gestaltet sind oder tiefgang haben. Das Szenario als solches, geht aber über die üblichen Mechanismen eines reinen Vampirfilmes hinaus. Die düsteren Gestalten die in der Kleinstadt ihr Blutfest abhalten, haben nix mit dem Aristokraten - Saugern aus Transylvanien zu tun. Sie gebären sich wie Raubtiere, die ohne Gnade über ihre Beute herfallen und sich an ihnen laben. Einfallslos sind einzig, das die Story als solche nicht wirklich wahrnehmbar ist, es geht eher um Momente als um ellenlange Dialoge. Die Effekte sind realistisch gestaltet und die Fantasyelemente sind spärlich gesät. Wenn eine Axt auf einen Kopf schlägt, blenden die Macher nicht aus, sondern präsentieren das Ergebnis in seiner ganzen blutigen Pracht und im nächsten Augenblick passieren die Greuel im Off. David Slade gelingt der Spagat zwischen Horror und Comic perfekt und bis auf ein paar kleinere Mängel fesselt der Film bis zum ruhig anmutig bitteren Ende.
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