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30 Days of Night (2007)

Eine Kritik von AsiaFreak (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 15.10.2011, seitdem 369 Mal gelesen


Es gibt ja mittlerweile Tausende sogenannter Zombie-Horrorfilme (Dawn of the Dead, Land of the Dead, 28 Days Later uvm.), aber bislang habe ich keinen Film gesehen, der Zombies und Vampire vermischt. Eigentlich kein Wunder, dass es sich bei 30 Days of Night um einen sehr innovativen und abwechslungsreichen Horrorfilm handelt, denn immerhin war kein Geringerer als Sam Raimi (Tanz der Teufel, Drag Me to Hell) an der Produktion dieses hochspannenden Films beteiligt.

Der Film spielt in der verschneiten Kleinstadt Barrow in Alaska, einer Siedlung jenseits des Polarkreises, in der während des Winters alljährlich 30 Tage lang ununterbrochen Dunkelheit herrscht. Das Setting hört sich doch schon vielversprechend an, und genau das ist es auch. Endlich mal eine komplett andere Umgebung, an Stelle von Kaufhäusern oder leergefegten Großstädten. Die Atmosphäre, die während der "Dunkelphase" der Stadt aufgebaut wird, ist dermaßen düster und auch farblos, sodass sich der Zuschauer inmitten der Kleinstadt allein gelassen fühlt. Verdichtet wird diese ohnehin angsteinflößende Dunkelheit von Unmengen an Schnee. Es ist schon unglaublich, wie still es im gesamten Film zeitweise zugeht: Die Straßen sind total verschneit, die Häuserdächer scheinen jeden Moment unter den Schneemassen zusammenzubrechen und die "Vampir-Zombies" streifen durch die leergefegte Ortschaft. Man hört nur den Wind wehen und den kalten Atem der Blutdurstigen in der eisigen Luft verpuffen. Wirklich sehr gelungen!

Auch die Kameraperspektiven: Als viele der Einwohner von den blutgierigen Ungeheuern, die sogar ihre eigene Sprache haben, zerfleischt werden, wird das Gemetzel aus der Vogelperspektive gezeigt, sodass sich der Zuschauer einen Überblick über das grausige Geschehen machen kann. Einerseits wirklich toll gemacht, andererseits sieht das schon ziemlich abartig aus.

Leider gibt es über diesen Film nicht nur Positives zu vermelden: Das Finale ist weniger gelungen als der Rest des Films. Auf mich wirkte Hartnett's Heldennummer zu gekünstelt und wenig einfallsreich. Eigentlich habe ich mir einen echten Überlebenskampf gegen die schier übermächtigen Monster vorgestellt, aber dieses "Mini"-Finale macht leider einiges zunichte.

Dennoch bleibt am Ende ein etwas anderer Horrorfilm, der besonders mit einer tollen Atmosphäre und wahrlich angsteinflößenden Kreaturen punkten kann! Die Darsteller, allen voran Josh Hartnett, spielen ihre Rollen routiniert runter - mehr nicht. Blut- und Gore-Effekte dürften insbesondere ganz Hartgesottene auf den Plan rufen, denn auch die werden ihren Spaß haben!

8/10


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