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Beavis & Butt-Head machen's in Amerika (1996)

Eine Kritik von Blade Runner (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 19.01.2004, seitdem 621 Mal gelesen


6 Jahre nachdem die beiden Anarcho-Chaoten Beavis und Butt-head bei MTV auf die Zuschauer losgelassen worden sind, sollte ein Kinofilm einen letzten großen Reibach an den Kinokassen bringen und schaffte es auch. Niveau sollte man hierbei jedoch nicht erwarten. Aber hat überhaupt jemand ernsthaft an so was gedacht?

Der Film funktioniert nach demselben Prinzip wie schon die MTV-Auftritte und klammert sich fest an die beiden Figuren beziehungsweise deren Verhaltensweisen. Da man ihnen ihren geliebten Fernseher gestohlen hat, müssen sie zusehen, ob nicht woanders ferngesehen werden kann und so landen sie mitten in einer Spionagegeschichte – werden später sogar vom FBI gejagt. Der Film ist fast schon episodenhaft aufgebaut und beschäftigt sich mit dem nervigen Gelache des Duos und jener ewigen Geilheit, von der sie als sexhungrige, pubertäre Bengel stets befallen sind.

Für einen Kinofilm reicht so was allerdings vorn und hinten nicht aus. Es mangelt „Beavis and Butt-head Do America“ an Ideen, die ein Konsumieren für den Durchschnittszuschauer möglich machen. Prominente Cameos sind zu wenig, wirklich gute Witze zu selten. Allerdings muss ich zugeben nur die deutsche Fassung vorliegen zu haben, wo sicher einiges an Wortwitz der Klospülung zum Opfer gefallen ist. So ist das hier wirklich nur ein Film, der ihre Anhänger voll und ganz befriedigen kann und den Durchschnittszuschauer nur mit einem Gedanken zurücklässt: Warum habe ich hierfür mein Geld verschwendet?

Einen gewissen Kultcharakter kann man den beiden Jungs gar nicht mal absprechen. Was allerdings auf TV-Ebene in einer kleinen Episode noch funktioniert, ist auf Spielfilmlänge sehr ermüdend und eintönig. Ein Problem mit dem schon viele Comics, die den Sprung auf die große Leinwand wagten, zu kämpfen hatten. So sind das primitive Verhalten und die schwer deutbaren Grunzgeräusche in den ersten 10 Minuten sicher noch lustig, aber irgendwann beginnt es gewaltig zu nerven und das ist tödlich für den Film, weil er, mal abgesehen von einigen wenigen guten Gags, wie den Auftritten von Cornholio, nichts zu bieten hat.

Fazit:
“Beavis and Butt-head Do America“ ist ein Film für die Fans und zwar nur für sie. Der 08/15 – Zuschauer wird sich spätestens nach einer Viertelstunde fragen, ob für diese hirnlose Zurschaustellung von Fäkalwitzen und pubertären Zielen (Ficken, ficken, wichsen, ficken, wichsen) nun wirklich ein Kinofilm nötig war.


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