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Loch Ness - Die Bestie aus der Tiefe (2008)

Eine Kritik von Moonshade (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 09.10.2011, seitdem 184 Mal gelesen


Yuppi, eine weitere Runde Monsterkegeln ist eröffnet...
...und diesmal eine gar nicht so schlechte, denn so richtig abgrundtief miese Beiträge zum computergenerierten Dinosauriertum gibt es nun wahrhaftig genug, kotzt die Industrie doch alle zwei Wochen ein neues Billigpärchen aus.

Bei "Loch Ness - die Bestie aus der Tiefe" stimmt vor allem erstmal der deutsche Titel nur bedingt, der Rest geht noch halbwegs in Ordnung. Im Original heißt die Schote nämlich "Beyond Loch Ness", was schon besser hinkommt, weil nur der Prolog in der schottischen Wildnis spielt - oder spielen soll, der örtliche Strand, auf dem Nessie gleich mal drei von vier Anwesenden wegen akutem Eierklau wegknuspert, ist eindeutig amerikanischer Bauart.
Überlebender ist nur ein zwölfjähriger Junge, der dann ein paar Jährchen später als Brian "Charmed" Krause mit Schlapphut, Ledermantel und Zigarillo als eastwoodgeprüfter Kryptobiologe wiederkehrt, offenbar durfte er sich in der Westernkarnevalskiste selbst einkleiden.

Derweil taucht Nessie jetzt per Unterwassertunnel in einem echten US-See auf und gibt aufgrund der offensichtlich mangelnden Informationen über tatsächliche Dinosaurier frechweg vor, ein Plesiosaurus zu sein, auch wenn der keine Füße, sondern Flossen hatte und keinen Drachenkopf. Dafür macht er aber ordentlich Putz in dem kleinen Naturörtchen Ashburn, wo ein paar Ex-Teenager (reich vs. arm) eine Fehde um ein Mädel austragen, eine Frau Sheriff ist und das Drachenvieh auf einer nahen Insel reichlich Nachwuchs ausbrütet (wie die Eier befruchtet wurden, wollen wir mal lieber gar nicht wissen).

Was dann folgt ist zwar nicht sonderlich originell, aber wenigstens ohne allzuviel offensichtlichen Dünnsinn zusammengebastelt, dafür ist das Budget aber reichlich in Saurieraufnahmen geflossen. Allein die Titelsequenz in Schottland enthält bereits mehr Dino-Action als die meisten C-Filme dieser Gattung zusammen und auch später gibt es kaum mal drei Minuten, in denen nicht eins der Viecher durchs Bild hüpft. Dazu sind sie noch ordentlich animiert und beißen ordentlich was weg, da fliegen auch schon mal kopflose Torsen oder untere Menschenhälften durch die Botanik und alle haben einen Riesenspaß, wenn man mit futuristischem Mikrowellen- und Ultraschallmaterial der Sauriermutti auf die Pelle rückt.

Wie gesagt, den heiligen Gral erfindet man hier nicht neu, aber dafür gibts solide Darstellerleistungen (u.a. gibt Don Davis den Hilfssheriff) und pausenlos ist irgendwo in der (übrigens enorm reizvollen) Landschaft was los, das freut den Tierhorrorfreund bestimmt und so kommt man ohne jetzt total von irgendwelchen Novitäten begeistert zu sein auf muntere 5/10 B-Pünktchen, was im Nu Image-meets-The-Asylum-Zeitalter schon fast der Ritterschlag ist.


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