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Austin Powers - Das Schärfste, was ihre Majestät zu bieten hat (1997)
Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 09.09.2002, seitdem 900 Mal gelesen
Mit „Austin Powers – Das Schärfste was ihre Majestät zu bieten hat“ zaubert Mike Myers eine coole James Bond Verarsche auf den Schirm.
Es beginnt in den 60ern: Austin Powers (Mike Myers) ist der beste Geheimagent; cool, bewundert und andauernd rattig. Zusammen mit seiner Partnerin Mrs. Kensington (Mimi Rogers) löst er alle Fälle und vermasselt die Pläne des fiesen Dr. Evil (Mike Myers). Und um gerade den zu schnappen, lässt sich Austin sogar einfrieren. Man sollte auf Humor der Marke ZAZ stehen, denn „Austin Powers“ ist eine Blödelrevue wie schon der herrlich beknackte Beginn beweist.
In den 90ern wird er wieder aufgetaut, denn erneut droht Gefahr von Dr. Evil, welcher sich ebenfalls einfrieren und nun auftauen ließ. Von nun an lebt der Film zum großen Teil davon, dass man den Swinger Austin, der von freier Liebe träumt, in unsere aufgeklärten 90er bringt, wo er andauernd mit seinem Gehabe aneckt.
Zusammen Vanessa (Elisabeth Hurley), der Tochter von Mrs. Kensington, macht sich Austin an die Ermittlungen gegen Dr. Evil. Dieser operiert hinter Fassade eines Megakonzerns, den seine rechte Hand Nr. 2 (Robert Wagner) in seiner Abwesenheit aufbaute. Doch bis zum Happy End steht noch ein heilloses Chaos bevor...
Das Styling von „Austin Powers“ ist mindestens ebenso groovy wie seine Hauptfigur. Alles ist bunt und poppig (vor allem in den 60er Szenen), was aber gut zu dieser Art von heiterer Komödie passt.
Eine Story hat „Austin Powers“ an sich nicht: Austin gerät von einer haarsträubenden Situation in die nächste und sobald er ein Chaos angerichtet hat, das groß genug ist, wird der Schauplatz gewechselt. Doch langweilig werden die ca. 90 Minuten keineswegs, denn auch wenn es (wie bei vielen Komödien) keinen Spannungsbogen gibt, so entschädigen doch die Gags dafür.
Die Comedy hat es dann auch in sich. Mike Myers mit seinem Mut zur Hässlichkeit ist schon ein Brüller und seine dummen Sprüche zu jeder Zeit noch mehr. Zudem werden viele Elemente der Popkultur parodiert; am meisten natürlich James Bond und dessen Gegebenheiten (z.B. steht auch hier der Casinobesuch ebenso an wie japanische Brutalo á la „Goldfinger“). Die deutsche Synchro ist bemüht, aber kann einige Gags einfach nicht rüberbringen (z.B. die „Geschlecht? – Ja, bitte“ Szene) und in diesen Fällen meist auch nicht die beste Übersetzung wählt.
Mike Myers blödelt sich gekonnt durch den Film und ist in jeder Szenen zum Schieflachen. Liz Hurley soll vor allem gut aussehen – aber dazu waren auch die meisten Bondgirls da. Hinzu kommen noch Unmengen an bekannten Schauspielern in Mini- und Nebenrollen wie Robert Wagner, Seth Green, Rob Lowe, Tom Arnold, Christian Slater usw.
„Austin Powers“ ist eine abgefahrene Parodie zum Ablachen. Zurücklehnen und genießen.
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