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Bube, Dame, König, grAs (1998)

Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 12.08.2011, seitdem 242 Mal gelesen


Zu dumm! da haben sich vier junge Männer doch stark verspekuliert! Bei einem Pokerabend haben sie nicht nur ihren Einsatz von £ 100.000 verloren, sondern noch viel mehr, und nun stehen sie bei einem König der Unterwelt mit £ 500.000 in der Kreide. Aber wozu hat man denn gute Nachbarn?
Wow, das die Briten einen Sinn für tiefschwarzen Humor haben ist spätestens seit Monty Python etabliert, aber das ein blutjunger Regisseur wie Guy Ritchie nicht nur Madonna knallen kann, sondern in seinem Debutfilm gleich so eine groteske Granate zündet war wohl eher nicht abzusehen. Aber erst mal ein dickes Lob an der Scipter, der sich eine mehrschichtige mit vielen Details, die einem erst beim zweiten oder dritten mal sehen auffallen, versehene Handlung aus den begabten Fingern gesaugt hat und ein absolut intelligentes Drehbuch verfaßte. Besonders die tollen und witzigen Dialoge sind eine echte Schau, der Film lebt zu einem Großteil davon und er lebt verdammt gut damit.
Was die Welt bisher nicht wußte, in der britischen Unterwelt geht es ziemlich spaßig zu, das mögen die Beteiligten Personen wohl anders sehen, denn nur ein minimaler Bruchteil der Beteiligten darf den Abspann lebend erleben, aber für den Zuschauer eröffnet das Szenario eine Gangsterkomödie vom Feinsten. Hier werden dermaßen schräge aber kultige Charaktere, von denen absolut keiner positiv oder gar unschuldig ist, aufeinander losgelassen, das für die Langeweile gar kein Platz bleibt. Es gibt norwegische Einbrecher mit dem IQ von Spitzbergen, eine Black Power Gang mit Afro-Dandy-Anführer, Harry das Hackebeil und dauerbekiffte Cannabisbauern um nur die Hauptbeteiligten zu nennen, die im Finale aufeinander losgehen und das aus den verschiedensten Motiven. Denn an Verwicklungen und Querverbindungen untereinander wird alles aufgeboten, was nur irgendwie möglich ist, ohne das Geschehen zu überfrachten, um dann alles in einem klasse Twist enden zu lassen.
Die Darstellerriege setzt sich aus bekannten englischen Mimen zusammen, die ihren Job hervorragend erledigen und zeigt das Jason Statham schon immer ein cooler Typ war. Ok die Briten haben seltsame Pokervarianten und das Wort "verschissen" feiert mengenmäßig ungeahnte Höhenflüge, aber im Großen und Ganzen ist Bube, Dame, König, GrAs ein Film der rockt, viel zum bekritteln gibts da einfach nicht bleiben locker aufgerundete 10 Points for Britannia.
9,5/10


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