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Saw IV (2007)
Eine Kritik von emmetbrown05 (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 07.05.2008, seitdem 418 Mal gelesen
SAW4
Jigsaw tot, Amanda tot, Kassette in Jigsaws Magen lässt sich noch abspielen…
Drei Teile hat man es geschafft, den fast schon toten Jigsaw am leben zu erhalten. Mit der Kassette im Bauch geht das perverse Spiel weiter und bietet auch noch Platz für eine Autopsie, um gleich einen „Schocker“ zu Beginn zu haben. Dies hat sicher zur Folge, dass Zuseher, die mit der Serie/dem Genre nicht vertraut sind, sich mit Grauen abwenden. Dann geht es Schlag auf Schlag zur ersten Maschine – paar Cops suchen einen Maulwurf – nächste Maschine – werden von Jigsaw per Fernseher (ja, die Maske ist auch wieder dabei) instrumentalisiert – nächste Maschine… wieder pseudopsychologisches Gelaber...
Wenn man sich vor Augen führt, dass der erste Teil als zentralen Raum der Handlung einen Keller mit zwei Personen hat, dann erinnert man sich automatisch an die schaurige Atmosphäre und die Riesenspannung, die da von Anfang an herrscht. Davon war in den letzten beiden Teilen schon gar nichts mehr. Der vierte versucht wieder an diese Spannung anzuknüpfen, dies gelingt nur ansatzweise. Dies liegt allerdings auch an der Unübersichtlichkeit und den vielen Flashbacks. Unübersichtlich deshalb, weil der Zuschauer wirklich bald nicht mehr weiß, wer sich wo und warum aufhält. Da mal wieder eine Tür, dann wieder in der Wohnung, ab ins Motel, vorher noch in den Verhörraum und zwischendrin eben die ganzen Rückblenden, die immer weiter in Jigsaws Leben eintauchen und irgendwann – spätestens in Teil 10 – dann auch die verkorkste Kindheit beleuchten. Andere Serienkiller lebten von dem, dass man nicht wusste, was sie waren oder woher sie kamen. Sie waren einfach da und böse. Fertig. Gott bewahre uns vor einem „Jigsaw – The beginning“.
Die Maschinen: Natürlich ist das alles nur noch Selbstzweck und mit dem dritten Teil war diesbezüglich schon alles ausgereizt und der Zuschauer kann es langsam auch nicht mehr sehen. Eigentlich hat man jetzt auch so ziemlich alle Körperteile durch. Es wird also wieder wild drauflos gemetzelt; natürlich nur mit der durch Jigsaw selbst auferlegten Berechtigung, die zu töten, die es entweder verdient haben oder einfach das Leben an sich nicht zu schätzen wissen. Hat jemand eigentlich mal ernsthaft diese Philosophie hinterfragt? Wahrscheinlich nicht da die Reihe schon lange vom Psycho-Horror-Thriller zur Gorehound-Schlachtplatte mutiert ist.
Schauspielerische Leistungen spielen in diesem Film absolut keine Rolle. Man könnte jede Nase aus irgendeiner CSI-Reihe nehmen und sie müssten sich noch nicht mal umziehen.
Was SAW4 aber noch mieser und vorhersehbarer macht, ist das Ende. Man erwartet zum Schluss hin noch einen Storytwist, eine handfeste Überraschung und das nimmt dem Film dann tatsächlich noch den letzten Reiz, man nimmt das Ende nur noch ruhig zur Kenntnis.
Man kann SAW4 sicherlich auch wieder prächtig kontrovers diskutieren. Handwerklich sicher akzeptabel mit einigen Thrillerbestandteilen nüchtern und humorlos serviert. Ein wenig schlechter als der Durchschnitt, aber immer noch um einiges besser als die Hostel-Reihe.
4/10
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