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Cube (1997)

Eine Kritik von Jimmy Conway (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 28.11.2005, seitdem 300 Mal gelesen


3 Männer und 2 Frauen finden sich eines Tages inmitten eines bizarren, scheinbar endlosen Komplexes gleichartiger, würfelförmiger, metallischer Kammern wieder. Doch wie sind siwe hineingekommen. Keiner der Protagonisten vermag sich daran zu erinnern. Die "Gefangenen" versuchen nun gemeinsam einen Ausgangang aus diesem Gebilde zu finden nd entdecken, dass sie nicht alleine in diesem Kubus sind, sondern dass andere Menschen ihr Schicksahl teilen. Doch der Weg gestaltet sich schwierig, denn einige Kammern sind mit versteckten und tödlichen Fallen versehen, die die Suche nicht einfacher machen.
Der anfängliche Zusammenhalt der Gruppe, bröckelt mit der Zuspitzung ihrer Situation. Und im Laufe des Films wird klar, dass nicht das Kubus-Gebilde oder deren Erschaffer der Feind der Protagonisten ist, sondern der eigene "Mitgefangene".

Das Regiedebut von Vincenzo Natali ist ein beklemmender Einblick in die Psyche von Menschen in Extremsituationen. Die Frage, warum die Protagonisten dort gefangen sind durchzieht zwar den ganzen Film und es werden "wilde" Verschwörungstheorien aufgestellt, doch dies steht nicht im Mittelpunkt der Geschichte. Die Veränderung der Charaktere im Laufe der Handlung und wie sie mit der Situation umgehen ist das eigentliche Hauptaugenmerk Natalis. Die unterschiedlichen Charaktere mit ihren unterschiedlichen Fertigkeiten (z.B. eine Mathematikerin versucht ein System der Zahlen, die an den einzelnen Räumen angebracht sind, aufzustellen oder ein erfolgreicher Gefängnisausbrecher) machen das spannende Element dieses Films aus.
Das Vincenzo Natali ein ausgeprägtes Interesse an der Darstellung der Psyche in Extremsituationen hat, zeigt schon sein früherer, und wirklich sehr gelungene, Kurzfilm "Elevated".
Das nicht auflösende Ende, auf das der Zuschauer gespannt wartet, weil sich die Frage "Warum?" wie ein roter Faden durch den Film zieht, vermag zwar den einen oder anderen am Ende des Films unbefriedigt zurücklassen, aber dies stört meiner Meinung nach überhaupt nicht und gibt auch nach Ende des Films einigen Grund zur Diskussion.
Die Fokussierung Natalis auf die Entwicklung der Psyche der unterschiedlichen Charaktere, gepaart mit dem bizarren Würfelgebilde mit seinen sehr einfallsreichen Todesfallen indem sie sich bewegen, machen die Spannung dieses Films aus.

Das Fazit ist ein sehr spanneder low-budget Thriller und ein sehr vielversprechendes Regiedebut von Vincenzo Natali!


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