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Cube (1997)

Eine Kritik von Schilli (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 25.09.2006, seitdem 296 Mal gelesen


Das Regiedebüt von Regisseur Vincenzo im Jahre 1997 kann man mit „Cube“ glasklar als vollen Erfolg werten. Lediglich der fünf Jahre später erschienen „Cypher“ könnte diesem Debüt an Klasse noch gerecht werden. Mit „Cube“ schuf er jedoch einen sehr gut inszenierten, durchwegs mehr als spannenden Horror-Sci-Fi-Thriller der noch zwei Sequels nach sich zog, welche aber nicht ganz an den ersten Teil anknüpfen konnten.

Schon die Anfangsszene lässt einen befürchten was einem als Betrachter wohl noch alles bevorstehen wird. Es kommt unerwartet, schnell und ehrlich gesagt für eine 16er – Freigabe ziemlich derb. Im weiteren Verlauf wird zwar auch noch einiges an Blut (oder sonstigem) fließen, aber nicht mehr ganz so direkt als gleich zu Beginn. 

Inzwischen dürfte auch die Szenerie von wild zusammengewürfelten und sich noch nie im Leben begegneten Menschen, welche sich in einem Raum oder ähnlichem befinden bzw. dort erwachen, nicht mehr neu sein. Dafür hat nicht zuletzt „Saw“ gesorgt. Da „Cube“ jedoch, wie bereits erwähnt aus dem Jahre 1997 stammt, kann man dies ohne weiteres als Vorreiter betrachten.

Nur selten lagen Hoffnung und Verzweiflung, Zusammenhalt und Misstrauen so nah beieinander wie in „Cube“. Denn nur langsam und sehr mühselig lüften die fünf Charaktere die im Cube sich bietenden Hürden um dann am Ende im wahrsten Sinne des Wortes wieder ganz am Anfang zu stehen. Der Spannungsbogen dehnt sich dabei hervorragend von den Anfangs noch zuversichtlich und optimistisch gestimmten „Insassen“ bis hin zur totalen Paranoia und kaltblütigen Angst. Genau das macht „Cube“ in meinen Augen auch so erfolgreich, dem entgegen fiebern was wohl als nächstes kommen mag, ebenso wie das eingebildete und andererseits Krankhafte auftreten der Darsteller. Diese machen ihren Job in „Cube“ gut – nicht mehr und nicht weniger als es ein Film dieser Art erfordert. Der Film wirkt zu keinem Zeitpunkt langweilig und versprüht auch aufgrund einfacher, aber geschickt gewählter Effekte eine wahrhaft Klaustrophobisches und unheimliches „Flair“.

Ein weiteres Geheimnis liegt darin, dass die Motive bzw. die Hintermänner dieses riesigen perfekt inszenierten Würfels, welcher allen einen wunderbaren Horrortrip beschert, nie ans Tageslicht gelangen. Hierfür muss dann wohl das fünf Jahre später erschiene Sequel „Hypercube“ oder gar „Cube Zero“ (2004) herhalten. 

„Cube“ ist für mich einer dieser Filme die mit vermutlich sehr geringem Budget das Maximum an Spannung und guter Inszenierung herausgeholt haben. Man mag ihn vielleicht auch als kleinen Juwel der ganz besonderen Art Film betrachten. Für mich ist er jedenfalls längst ein Kultfilm, welcher zwar nicht sonderlich tiefsinnig sein mag, aber dafür in so ziemlichen allen anderen Aspekten vollkommen überzeugen kann. Perfekte Unterhaltung!!


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