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Cube (1997)

Eine Kritik von Flocke (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 22.05.2003, seitdem 270 Mal gelesen


Cube
Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen ähnlichen Film gesehen.
Von Erzählungen wusste ich, dass er wohl sehr verstörend sei also schätzte ich „Cube“ in etwa wie „The Cell“ ein. Doch dieser Film nahm meine Erwartungen sowie alle Konventionen und brach ihnen das Genick.
In gewisser Weise repräsentiert der Kubus in dem die Menschen gefangen sind unser Leben.
Die einen versuchen stets nicht über die Umgebung und die Umstände nachzudenken in denen sie sich gerade befinden sie wollen nur Tag für Tag (Raum für Raum) durchlaufen mit dem Ziel des Auswegs aus dem Alltag doch da der Kubus für ihr Leben steht kann der Ausweg nur im Tod liegen.
Andere versuchen das ganze zu verstehen einen Sinn im Kubus und damit auch im Leben zu fingen. Sie beschreiten ihren Weg mit Logik, Plan und Intelligenz.
Doch alle haben ein Ziel, den Ausgang.
Cube entsagt allen Konventionen, Helden sind nicht das was sie versprechen, denn der Anführer und mutmaßliche Held der Gruppe Quentin entpuppt sich als wahres Monster, hingegen wird der geistig Behinderte, der zuerst von einem Großteil der Gruppe als Last und unnütz anerkannt wird, zum genialen Lebensretter. Die Intelligenten kommen weiter, die Draufgänger bleiben auf der Strecke so wie der „Zaunkönig“.
In gewisser Weise, stellt Cube eine Gesellschaftskritik da. Die Gesellschaft ist hier natürlich die Gruppe der geistig Behinderte ist der Außenseiter der von den Meisten lieber tot gesehen werden würde. Die Menschen müssen erkennen, dass auch er ein Teil von ihnen ist auch er ist nützlich und genauso wertvoll wie jeder andere auch.
Gerade in der Endsequenz manifestiert sich diese Aussage, ein gesunder Mensch opfert sich für den unheilbar Kranken, dies ist für viele Menschen heute noch unerklärlich.
Doch nur auf diese drastische Weise kann gezeigt werden, dass alle Menschen wertvoll sind.
Der Ausgang symbolisiert zweierlei, dieser helle Gang sieht zuerst wie gleißendes Sonnenlicht aus doch das grelle Licht scheint fast wie die Forte in den Tod, das Ende der Reise, des Wegs von Cube zu Cube von Tag zu Tag.


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