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Cube (1997)

Eine Kritik von Der Sittenstrolch (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 25.09.2004, seitdem 633 Mal gelesen


Spoiler!

Zugute halten muß man diesem Film freilich seine innovative Idee und das geringe Budget, mit dem er doch recht passabel umgesetzt wurde. Dennoch freue ich mich, hier eine absolute Mindermeinung repräsentieren zu dürfen: die Negative. "Cube" ist ein inzwischen ziemlich be- und anerkannter Independent-Film, den viele Leute sehr einfallsreich und spannend finden. Ich habe mich eher gelangweilt.

Ein paar sich fremde Leute (selbstverständlich so unterschiedlich es nur geht) finden sich plötzlich in einer Ansammlung von Räumen wieder, die zahlreiche Gefahren in sich bergen. Vor allem tödliche Gefahren. Keiner kennt sich und keiner weiß, worum es geht. Um von einem Raum in den nächsten zu kommen und möglicherweise einen Ausgang zu finden, müssen sie nicht nur ihre 9Live-Rätselspaß-Kenntnisse voll ausnutzen, sondern auch noch ihr Leben riskieren und zusammenarbeiten. Und das, obwohl sie doch alle so grundverschieden sind...

Abgesehen davon, daß mir sämtliche Charaktere von Beginn an absolut unsympathisch waren, konnte ich auch mit der Umsetzung der Geschichte nicht viel anfangen. Zwar war das äußere Szenario zunächst interessant, die Umsetzung machte in meinen Augen aber schnell alles zunichte und der Film verrannte sich vor allem zum Ende hin in belanglose Gespräche und eine nicht sonderlich interessante Handlung. Was mit einer tollen Szene beginnt (ein nichts ahnender "Kandidat" wird von einer Art Riesen-Eier-Schneider in viele Teile zerschnitten), endet absolut lächerlich. Die im Cube gefangenen Leute suchen nach dem Grund, warum sie eigentlich dort ausgesetzt wurden. Diese Frage macht neben den Versuchen, in den jeweils nächsten Raum zu kommen, die Spannung aus.

Eine vernünftige Erklärung dafür gibt es aber nicht. Das mögen manche als künstlerische Freiheit auslegen. Mir kam es eher so vor, als wären den Filmemachern mangels Geld die Ideen ausgegangen und deshalb gibt es ein offenes Ende. Und das war verdammt enttäuschend. Noch übler fand ich, daß ausgerechnet der Autist unter den Eingeschlossenen als einziger den Ausgang fand. Political Correctness pur.


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