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Crossing Over (2009)

Eine Kritik von Dutch_Schäfer (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 15.09.2011, seitdem 113 Mal gelesen


Crossing Over (2009)

... ist eine Sammlung verschiedener Schicksale die alle etwas mit der Einwanderungsproblematik der USA zu schaffen haben. Der Titel "Crossing Over" also Grenzübertritt ist also Programm. Wobei es hier weniger um den direkten Übertritt geht, sondern eher um das Kunststück wie man als Ausländer in den USA legal bleiben darf. Regie führt Wayne Kramer der mit seinem letzten Film "Running Scared" einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat. So actionlastig ist "Crossing Over" nicht, sondern eher der ruhige Vertreter, eben passend zur nicht ganz einfachen und schönen Thematik. Mein Kurzfazit vorweg: überraschend guter, packender und auch nicht ganz leicht bekömmlicher Episodenfilm der alles andere als lustig ist und mich beschäftigt hat.

Es werden verschiedene Figuren/Schicksale beleuchtet, die dann abwechselnd immer wieder fortgeführt werden. Ähnlich wie beim guten "Gesetz der Straße" treffen sich einzelne Handlungsstränge z. T. wieder, was man irgendwie erwartet aber nicht unbedingt sein muss, da jede Geschichte für sich sehr spannend und unterhaltsam ist. Details verrate ich keine nur eine Aufzählung welche Geschichten der Film beinhaltet. Da wären Harrison Ford der einen Agenten der Einwanderungsbehördepolizei spielt, dessen Job nicht ohne Spuren an ihm vorüber geht. Betroffen ist auch sein persischer Partner, dessen Familie auf Einbürgerung wartet. Des weiteren gibt es noch eine australische Schauspielerin, einen britischen Musiker und einen koreanischen Jugendlichen bzw. deren Schicksale in punkto Green Card/Einbürgerung. Auch eine muslimische Schülerin und ihre Familie werden mit dem Titel des Filmes in Berührung kommen.

Wie gesagt fast jede Geschichte funktioniert für sich alleine und bietet spannende und auch bedrückende Unterhaltung. Die Story des Musikers der sich an einer jüdischen Schule bewirbt, ist noch die schwächste. Die emotionalste ist sicher die Story um Harrison Ford.

Darstellermäßig gibt es nur Gutes zu berichten, jeder Figur nimmt man die Rolle voll ab. Harrison Ford als von Zweifeln über sein Handeln geplagter Agent, spielt wie gewohnt sympathisch auf und bringt seine Zerrissenheit gut rüber. Ray Liotta und Ashley Judd haben nicht ganz einfache Rollen, können aber auch überzeugen.

Wer sich wie ich "CO" ohne Vorkenntnisse ansieht, wird positiv überrascht sein. Für solche Filme mit ernstem Hintergrund muss ich eigentlich in der Stimmung sein, was ich zugegeben anfangs gar nicht war. Doch lässt man die ersten Minuten passieren, lässt einen "CO" danach nicht mehr los und man muss erfahren wie es mit den einzelnen Figuren weiter geht. Zum Ende dann schließen alle Geschichten nacheinander ab, nicht immer mit dem von mir gewünschten Ende. Aber gerade da hat "CO" dann seine Stärke bzw. die Thematik seine hässliche Seite.

Ernstes Thema - gut umgesetzt und unterhaltsam rübergebracht.

Nix für den Videoabend mit Bier & Freunden 8/10


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