Eine Kritik von Lasse (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 13.06.2002, seitdem 764 Mal gelesen
Also ich denke man muss hier sehr unterscheiden:
Wenn man sich diesen Film zu ersten Mal ansieht, dann ist natürlich alles recht spannend und undurchsichtig dargestellt, weil man wirklich ständig irregeführt wird. Michael Douglas spielt seine Rolle recht gut und glaubwürdig. DIe Atmosphäre wirkt passend düster und die Rythmus- und Geschwindigkeiswechsel sind gut getimed und lassen niemals Langeweile aufkommen. Ein spannender Thriller ganz nach jedermanns Geschmack..DENKT MAN ERSTMAL!!! Da man als Zuschauer am Anfang eben wirklich vor einem Rätsel steht und fleissig mitfiebert und dadurch auch das Ende und die damit verbundene Auflösung des ganzen Puzzles kaum erwarten kann, neigt man kurzfrsitig erst mal dazu dem Film eine positive Kritik zu verpassen.
Nun aber zum Wesentlichen: Spätestens wenn das Ganze bei eben erwähntem Ende angekommen ist, beginnen die Zweifel. Man lässt das Geschehen nochmal Revue passieren und kommt nicht drumherum, sich als sachlicher Zuseher einige Fragen zu stellen:
Der Hauptdarsteller hätte einige Male wirklich draufgehen können...wenn ICH ER in dem Film gewesen wäre hätte ich meinen Bruder der das alles organisiert hat erstmal krankenhausreif geschlagen, nachdem ich schliesslich erfahre dass alles nur getürkt war *g*. Nein im Ernst: Für einen blossen Spielcharakter gehen viele Szenen einfach zu knapp aus. Das so etwas geplant werden kann kann mir keiner erzählen. Selbst bei der noch so detaillierten Vorbereitung ist das unmöglich. Zudem können ja wie gesagt das Verhalten und die Reaktionen des "Opfers" niemals so vorausgesehen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass das in der Realität so gelingen würde wie hier in dem Film gezeigt, liegt ja wohl jenseits von Gut und Böse. Da es aber realistisch rüberkommen SOLLTE (ich denke schon dass das von der Filmcrew so gedacht war) bekommt das eine ziemlich schlechte Note von mir. Der Film wird somit wie schon von meinem Kollegen SARGE schon dargelegt ziemlich unglaubwürdig und reizt einen IM NACHHINEIN eher unfreiwilig zum Lachen oder zumindest Schmunzeln an. Aber es wird ein Lachen mit falem Nachgeschmack sein...denn eigentlich war das nicht der Sinn der Sache. Kopfschüttelnd verlässt man das Kino und ärgert sich dass das somit miese Ende einem so den Spass verdorben hat. Ein Film also, der sich selbst seiner Faszination beraubt.
Fazit: Einmal (!!!) kann man sich das Ganze durchaus ansehen und erstmal in den Sog der Story mit reinziehen lassen. Aber es ist und bleibt eben eine Eintagsfliege. Schade
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