Eine Kritik von hellraiser76 (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 02.05.2004, seitdem 407 Mal gelesen
David Fincher ist wohl einer der Regisseure der Neuzeit, dem es immer wieder gelingt, in seinen Filmen eine unglaublich düstere Atmosphäre zu erschaffen. Mir persönlich hat Sieben von seinen Filmen am besten gefallen, aber the Game ist nahe an diesem Meisterwerk dran finde ich.
Ein Millionär, der nur für seine Arbeit und ohne soziale Kontakte lebt, bekommt zu seinem Geburtstag von seinem Bruder die Teilnahme an einem Spiel geschenkt. Obwohl er nicht das Geringste darüber weiß, begibt er sich zum Veranstalter des Spiels und lässt sich testen. Obwohl ihm die Firma daraufhin die Teilnahme am Spiel verweigert, beginnen bald die mysteriösen Vorfälle und sein geordnetes Leben bricht zusammen wie ein Kartenhaus.
Die Filmidee ist genial und die Story mit seinen irren Wendungen bleibt bis zum Schluss absolut undurchschaubar und unglaublich spannend. Wie der Protagonist fiebert man mit, was hinter dem ganzen steckt, wem getraut werden kann. Das Ende ist dann der vielbeschworene Aha Effekt.
Aber leider bleiben ein paar Fragen offen. Wie kann man die Reaktionen der Hauptfigur so genau berechnen und wie die Sicherheit zb bei der Jagd durch San Francisco gewährleisten. das ist wohl nicht möglich. Aber ich finde diesen Logikfehler kann man dank der wirklich originellen Story und der unglaublich guten Atmosphäre leicht verschmerzen. Für mich ganz weit oben in der ewigen Bestenliste des Films!