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Fulltime Killer (2001)

Eine Kritik von Apollon (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 06.02.2004, seitdem 1030 Mal gelesen


In diesem Retro-HK-Actioner mit durchaus balladesken Anleihen dürfen sich zwei Profikiller duellieren. Der eine planvoll, steril und nahezu maschinell seine Arbeit verrichtend, der andere heißblütig, leichtfüßig und gerne einmal improvisierend. In diese Zutaten wird dann noch eine zwischen beiden stehende Frau eingerührt und schon hätten wir eine ansprechende, wenn auch kaum innovative Idee zusammengebraut; in diesem Falle dann schließlich in "Fulltime Killer" verarbeitet.

O vs. Tok heißt es sodann. Beide gehen ihrer Arbeit als Profikiller, einer im asiatischen Kino doch sehr beliebten Figur, nach. O ist die Nummer 1, Tok will sie werden. Was hier im Kern, wie bereits angerissen, nicht sonderlich innovativ ist und zudem aus "Assassins - Die Killer" transplantiert zu sein scheint, wurde Drumherum letztendlich aber doch sehr interessant ausgeschmückt. Man merkt Johnnie To deutlich an, dass er mit "Fulltime Killer" nicht gerade die Realität treffen wollte. Dazu wird die Geschichte viel zu irreal feinfühlig, gar ein wenig heroisch anmutend umgesetzt. Zum Teil bietet sich uns ein Bild mit ästhetisch tänzelnder Choreographie, das mal mit zarter, mal mit pompöser Klassik untermalt wird. Und extrem abgeklärt soll die Arbeit, insbesondere vom aufmüpfigen Tok, natürlich aussehen; nicht umsonst wird direkt auf Vorbilder wie "Desperado", "Gefährliche Brandung" oder "Leon - Der Profi" verwiesen.

Die Charaktere sind allerdings etwas löchrig und dubios angelegt. So ist die spätere Entwicklung der hübschen Chin wenig glaubwürdig. Und auch der gerne das Rampenlicht suchende Tok dürfte bei seiner relativ populären Vergangenheit eigentlich gar nicht unmaskiert Überwachungskameras trotzen. Andy Lau jedenfalls blüht in seiner Rolle mit sichtlich Spaß an der Freud goldig auf. Nicht ganz so spektakulär, aber dennoch ebenfalls sehenswert mimt Takashi Sorimachi den Auftragskiller O, den emotionslos seine Arbeit verrichtenden Gegenpol Toks.

Mit einfallsreichen Kamerafahrten und bewusst übertriebener, zuckersüßer Sinnlichkeit zelebriert Johnnie To mit "Fulltime Killer" hervorragend ein Duell zweier verschiedener Profikiller-Naturen, sowie eine im Grunde nur wenig erfinderische Geschichte, teils kombiniert mit romantischen Elementen.


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