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Chak De! India - Ein unschlagbares Team (2007)
Eine Kritik von Der Ewige Lawrence (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 10.03.2008, seitdem 424 Mal gelesen
Wer kennt "Remember the Titans" mit Denzel Washington, "Eine Klasse für sich" mit Tom Hanks, "Die Bären sind los" mit Walter Matthau, jeden nur erdenklichen amerikanischen Sportlerfilm wie "Die Indianer von Cleveland" und schließlich den indischen mittlerweile fast schon Klassiker "Lagaan", sowie die Komödie "Kick it like Beckham"?
Gut, denn dann braucht ihr diesen Film prinzipiell nicht mehr zu schauen.
Denn Hockey ist nun wirklich nicht das spekatkulärste Filmthema und es wird auch nicht sonderlich interessant umgesetzt.
Sehr vieles ist einfach nur schlecht geklaut, vor allem bei Rememeber the Titans!
Und das will was heißen, denn der Film mit Denzel Washiungton ist auch nicht gerade die Krone der Filmschöpfung, was ja der Bruckheimer-Siegel geradezu bestätigt: Popcorn ohne Tiefgang mit heuchlerischer Moral: Die Integration von schwarz und weiß im Collegesport.
Hier geht es darum, in einer patriarchisch geprägten Welt, einen Damensport zu etablieren und von der Männerwelt akzeptiert zu werden, und das geht nur über den Titel!
Ja klar!!!
Das wird dabei alles schön einfach aufgestellt, mit manche mögen sagen netter Naivität, ich sage dazu bewußt einfältig.
Das geht über Dialoge wie: "Du bist doch sowieso nur ein dummes Mädchen un dein Sport ist minder wert, auch wenn du um die WM spielst, während ich als Brotbäcker mehr wert bin, gehorche mir und gebär mir Kinder, Indien braucht noch mehr Bälger, um China endgültig zu überflügeln!"
Und das geht über die Reporteraussagen weiter: Dauernd sprechen die Reporter nur von den Inderinnen, auch wenn sie hinten liegen, in den höchsten Tönen und der Rest wird vernachlässigt.
Das ist nicht nur nicht Naiv, sondern Einfältig und vor allem in diesen Momenten auch noch Ignorant.
Dennoch, wie auch der Denzel Washington Film funktioniert dieser Film hervorragend auf No-Brainer-Ebene und ist recht kurzweilig um.
Außerdem hat er die wohl ehrlichsten 5 Minuten in der nahen indischen Filmgeschichte zu verbuchen:
Als Shahrukh Khans Charakter am Anfang des Films plötzlich als Sündenbock für die ganze Nation herhaltren muß, spiegelt das schon sehr explizit und genau die Mentalität jeglichen Sportfanatismus wider: Man verliert nicht ehrlich, sondern das Spiel war manipuliert und derjenige, der als erster ausgemacht ist, muß den Kopf hinhalten.
Das ist nicht nur in Indien sondern weltweit so, aber da muß ein indischer Film daher kommen, um das aufzuzeigen.
RESPEKT hierfür!!!
Außerdem kommt diesem Film auch noch zugute, dass er tatsächlich Indien als eine Vielvölkerstaat darstellt und jeder Provinz ihre Daseinsberechtigung nicht nur zuspricht sondern jeden gleichbehandelt. Ist auf eine naive und nette Art Patriotismus und dient der Integration aller.
Auch dieser Aspekt sorgt dafür, dass dieser lediglich höchstens mittelmäßige Film doch noch gut wegkommt.
6 Punkte
 | "Surprise me!" BETA |
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