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Haus des Bösen, Das (1972)

Eine Kritik von Moonshade (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 17.02.2004, seitdem 613 Mal gelesen


Auch große Männer haben mal klein angefangen, anders kann man sich den Qualitätsunterschied z.B. bei Steven Spielbergs erstem Beitrag zur Filmgeschichte nicht erklären. Eine TV-Reihen-Arbeit, nachträglich noch groß herausgestellt, ist „Das Haus der Bösen“ ein fader Startschuß für das Oeuvre des Meisters.

Im Grunde ist es konfektioneller Okkultkäse: im Prolog kommt ein Zausel aus einem Schuppen gelaufen, rennt in die Scheune auf den Heuboden und stürzt alsbald von dort in den Tod. Schnitt, Auftritt der bewährten amerikanischen Familie mit Vati, Mutti, Kind(er)!
Sie will das Haus unbedingt und töpfert als bald die überall angebrachten Ornamente ab, er bemüht sich in der Werbeagentur, das Geld zusammenzukratzen.

Natürlich mehren sich die düsteren Vorzeichen: der Gärtner schwenkt frisch gekillte Hühner auf dem Acker, im Schuppen weint ein Kind, das gar nicht da ist (eine bauchrednerische Katze womöglich) und seltsame Mixturen stehen in Einmachgläsern rum. Ständig labert jemand die Ornamente als Pentagramme an, obwohl die meistens acht Ecken haben (Im Bann des Oktagramms!) und salbadert etwas von schlechten Böden, auf denen das Haus errichtet wurde. Zwei Schauspieler verunglücken nach einem seltsamen Autounfall, was aber nicht weiter beachtet, da nicht geklärt wird und Mutti kriegt die Motten, worauf Daddy unwirsch wird, die Finanzen im Blick.

Auf die letzten fünf Minuten kriegt der Film dann plötzlich den Exorzisten-Dreh in Richtung Teufelsbesessenheit, aber es trifft einen, der vorher überhaupt nicht Thema war. Bombenidee, aber mit Liebe und Pentagramm läuft das alles bald wieder in glücklichen Bahnen.
Daß sich Sandy Dennis (sieht schon ganz schön alt aus) und Darren McGavin (immerhin der „Nightstalker“) für diesen öden Pups aus der Horrorrumpelkammer hergegeben haben muß mit Arbeitslosigkeit zusammen hängen. Der Film ist trotz nur 75 Minuten Lauflänge grenzenlos langweilig, uninspiriert und ereignislos abphotographiert und ohne jegliche persönliche Handschrift. Eventuell fröstelts Oma ja noch, aber vielleicht sinds auch nur Blähungen. (2/10)


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