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Nebel, Der (2007)

Eine Kritik von Mac Ready (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 12.07.2008, seitdem 435 Mal gelesen


*SPOILER*
Was soll man dazu sagen, ein Film von Frank Darabont, der den wirklich sehr guten "Die Verurteilten" gedreht hat und noch zwei andere ganz gute Filme, also, was kann schon schief gehen, wenn dieser Frank Darabont mit großen Namen eine Kingadaption hinlegt?
Schon bei "Dreamcatcher" hatten sich manche Kritiker, z.B. die von der "Moviestar" überschlagen und den halbgaren Film als beste Kingverfilmung angepriesen. Leider war auch "Dreamcatcher", in dem lustigerweise auch Thomas Jane eine Hauptrolle spielt, ein richtig mieser Film, zusammengeklaut aus Versatzstücken von Kings "Es" und "Stand By Me". Bei Frank Darabont habe ich nicht an so ein Debakel gedacht, auch wenn mir "The Green MIle" nicht komplett zugesagt hat. Außerdem hat sich diesmal die Cinema, die Filmzeitschrift der Elite, überragend zu dem Horrorfilm geäußert, Fazit "genial"! Da konnte also nichts schief gehen.

Der Film fing auch ganz nett an, die typischen Kleinstadtcharaktere wurden eigeführt, auch kingtypisch spielt der Streifen in Castle Rock und alles wirkte recht atmosphärisch.
Bis die Tentakel zum ersten Mal erschienen, die Leute verschanzten sich die meiste Zeit in einem Supermarkt und es bildeten sich zwei Lager. Das eine wurde von einer religiösen Fanatikerin geführt, die, ich erkannte sie nicht, von Marcia Gay Harden gespielt wurde. Das andere vom Helden, Thomas Jane.
Es kam natürlich zu Spannungen unter den Leuten, die einen wollten raus, Medikamente bzw. Hilfe holen und fliehen, die anderen sehnten sich nach dem Ende bzw. Gott.

Der Film war recht brutal und stellenweise auch spannend, nur leider sprang kein Funke über, da ich glaubte alles schon mal gesehen zu haben und zwar besser. Das war schon ein schlechtes Zeichen, die Auflösung des Unheils und das Ende des Filmes waren aber wirklich sehr ägerlich. Der gute King hat bei seiner Story mal wieder gewaltig gewildert und zwar nahm er diesmal Motive aus "Carrie", Marcia Gay Harden erinnerte mich dauernd an Carries Mutter und leider auch bei H. P. Lovecraft, was mich sehr enttäuscht hat. Von King scheint mittlerweile jeder 2. Roman aus Eigenzitaten zu bestehen, nur Lovecraft da mit reinzuziehen ist ne große Sauerrei. Die Tentakel, die "Tür" zu einer anderen Dimension, das sind ja alles nette Motive, die leider völlig unpassend sind und für mich hier nicht wirkten.
Das Ende des Films war aber unter aller Sau, Thomas Jnae erschießt seinen Sohn und alle seine Begleiter, um kurz danach festzustellen, dass doch wieder alles in Ordnung kommt.
Kennen wir das nicht woher?

Fazit:
Es ist schon eine Schande, was einem heute alles als ernsthafter Horror der besseren Sorte angedreht wird.
Ich sehne mich nach billigem Trash und alten Streifen, da weiß man was man hat(te).


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