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Nebel, Der (2007)

Eine Kritik von crizzero (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 08.02.2010, seitdem 232 Mal gelesen


Wieder einmal ein Horrorfilm zum weißen Dunst. Neu ist was Anderes. So abgedroschen wie der Filmtitel ist leider auch die wenig berauschende Handlung. Schocker oder Schrecksekunden gibt es in Stephen Kings Romanverfilmung zudem so gut wie gar nicht. Und das hat zweierlei Gründe...

Erstens beschränkt sich Regisseur Frank Darabont zu sehr darauf, die charakterlich individuelle Psyche auseinanderzunehmen und das verzweifelte Verhalten von Menschen in Ausnahmesituationen zu beleuchten. Das nervt auf Dauer, da es weder entscheidend ausstaffiert, noch authentisch genug wirkt, und letztlich in einer hysterisch anmutenden Gottesfürchtigen gipfelt, die sich mit zunehmender Filmdauer zunächst zur Predigerin und anschließend gar zur Hexe wandelt. Sie ist - so erscheint es dem von ihr gestressten Zuschauer - der wahre Feind der Überlebenden im Supermarkt, da sie eine Volksverhetzung par excellence betreibt. Ihre Auffassung von Religion ist dabei so radikal und hasserfüllt, dass man ihr das filmische Ableben geradezu herbeiwünscht.

Zweitens - und das ist wiederum typisch für eine King-Verfilmung - ist die Story zu weit hergeholt und wird gegen Ende etwas zu aberwitzig. Auch wenn Thomas Jane die Hauptrolle gut ausfüllt und die grundsätzlich herrlich ekelhaften Monster im Nebel ihre (wenn auch begrenzten) Schauwerte haben, so ist die Geschichte derart utopisch, dass man kaum Angst verspüren kann. Alles wirkt zu absurd und bisweilen grotesk. Dennoch sind die Biester gut animiert und bieten damit den höchsten Unterhaltungswert des Films. Leider sieht man aber zu wenig von ihnen, da sie meistens in Nebel gehüllt erscheinen. Hier und da sorgen sie dennoch für ein paar nette Splatter-Einlagen.

Das alles reicht natürlich nicht für eine sonderlich gute Wertung, geschweige denn für eine großartige Empfehlung des Gesehenen. Ich finde den Streifen recht unterdurchschnittlich, auch wenn einige wenige Monstrositäten auf durchaus originelle Ideen schließen lassen. Da diese jedoch nur mittelmäßig umgesetzt wurden, bleibt am Ende ein anspruchsloser Film, den man bald vergessen hat.


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