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Mulholland Drive - Straße der Finsternis (2001)
Eine Kritik von Jason Stillwell (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 08.03.2004, seitdem 469 Mal gelesen
Kennen Sie das, wenn Sie einen Film sehen und Sie vergessen alles um sich herum, weil er Sie so fesselt?
Diesen Film kann man so schwer beschreiben - er bricht mit allen Konventionen und schafft ein einzigartiges Ensemble von Verwirrung und nervenzerreißender Klarheit. Ich habe so etwas noch nie gesehen. Eine völlig neue Art einen Film zu gestalten ist David Lynch hier gelungen.
Man kann die eigentliche "Geschichte" auch gar nicht erzählen, denn was Wahrheit und was Traum ist muss jeder für sich selber entdecken. Jeder Mensch wird in diesem Film etwas anderes entdecken; das macht ihn so einzigartig.
Geht es um eine junge Schauspielerin, die die Vergangenheit eines Unfallopfers aufklären will, die ihr Gedächtnis verloren hat? Oder geht es um eine eifersüchtige unbekannte Schauspielerin, die aus Hass einen Mord in Auftrag gibt? Manchmal tut es weh seine eigene Wahrheit zu finden und in den Spiegel des Selbstbetrugs zu blicken.
Viele kleine Elemente fügen sich zu einem vermeintlichen Mosaik zusammen um dann gegen Ende des Films mit der Faust der Wahrheit zerschlagen zu werden.
Die Musik ist ähnlich wie bei "Twin Peaks" ... wie drückender Nebel.
Ein paar Szenen möchte ich besonders hervorheben, wie ich sie noch nie in einem anderen Film gesehen habe. Zum einen die nervenzerreißende Spannung als die beiden Frauen das Haus von Diane Selwin betreten und als der junge Regisseur Adam den "Cowboy" trifft.
Zum anderen als die beiden Frauen ihre Gefühle füreinander entdecken. Das Ganze ist so menschlich dargestellt... überhaupt nicht Hollywood-kitschig. Auch das Vorsprechen von Betty bei einem Casting ist eine der ungewöhnlichsten und gleichzeitig schönsten Szenen in dem Film.
Fazit: Wer "Lost Highway", "Cypher" oder "Donnie Darko" mochte, ist mit diesem Film bestens beraten.
Man nicht sagen ob der Film "gut" oder "schlecht" ist - denn das ist bei jedem Film völlig subjektiv.
Lassen Sie "Mulholland Drive" auf sich wirken und entdecken Sie Ihre ganz persönliche Wahrheit.
Ein Film zum immer wieder anschauen.
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