So, Mr. Stallone will uns nach einem guten "Rocky Balboa" mit einem weiteren Sequell überraschen, dass enstprechend hohe Erwartungen weckt.
Und diese wurden total enttäuscht.
Statt einem würdigen Nachfolger für den ersten Rambo Film, der durchaus gesellschaftskritisch zu sehen ist, bietet sich dem geneigten Zuschauer eine Kakophonie aus Gewalt, Gewalt und, Sie denken es sich schon, Gewalt.
Der Plot ist ebenso flach wie ausgelutscht, und am Ende des Filmes fragt man sich, was nun die Geschichte aussagen soll.
Laut LA Times finden sich 3.09 Tote pro Minute ab dem ersten gezeigten Ableben. Und genau das bringt es auf den Punkt.
91 Minuten unnötige Gewaltexzesse, mehr bietet der Film nicht.
Muss man wirklich in Detailaufnahme zeigen, wie Kinder mit einem Bayonett aufgespiesst und Säuglinge ins Feuer geworfen werden? Oder wie Rambo Köpfe rollen lässt und dem bösen Anführer mit einer Machete die Gedärme rausoperiert?
Es ist nahezu eine Frechheit, dass der Film so vermarktet wurde, dass er ein Protest gegen die Gräueltaten in Birma sein soll.
Gut, die Situation dort ist sehr schlimm und grausam, aber in "John Rambo" dienen sie nur der Legitimation der Grausamkeiten und Massaker die Rambo und Konsorten anrichten.
Der Versuch, den Zuschauer so sehr zu polarisieren und manipulieren, dass er diese dann für Gut heisst, ist kein schönes Gebahren und macht das Filmerlebniss endgültig zunichte.
Dazu der Rassismus und die Klischees...da kommt jedem demokratisch gebildetem Zuschauer das kotzen.
Im Ganzen also ein sehr unnötiger Film, eine Enttäuschung nach "Rocky Balboa".
Da helfen auch die wenigen schon wieder lustigen Szenen, wie zum Beispiel die Fliegerbombe, und das aufgesetzte Ende nicht weiter.
Man muss "John Rambo" allerdings lassen, dass die Effekte des Actioners sich wirklich sehen lassen können, damit hätte man mehr machen können, als dieses verkorkste Machwerk.
5/10